Abmahnungen aus dem Zivilrecht werden immer mehr zum lukrativen Geld-Verdienen mißbraucht.
Der Aufwand zur Erstellung einer Abmahnung mit Unterlassungserklärung ist für den Abmahnenden kostengünstig und verleiht ihm dazu einen extrem langen Hebel für einen eventuell folgenden Rechtstreit. Reagiert der Abgemahnte nicht innerhalb der gesetzten Fristen, hat der Abmahner sogar einen Verfügungstitel inklussive.
Hab die letzten Monate öfters Erfahrung mit so einem Scheiß gehabt, als Abgemahnter (egal ob man das Vergehen tatsächlich begangen hat oder nicht) ist man da IMMER die Partei was zahlen muß. Egal ob man den verlangten Schadenersatz dem Abmahner in den Rachen schiebt, oder ob man einen verteidigenden Anwalt mit einschaltet und ihm das Geld in den Allerwertesten bläst, Geld fließt immer wenn so ein Schreiben im Briefkasten liegt. 
Das der Konzern hier in dem Fall so agressiv vorgeht, läßt schon fast vermuten, das er sich den langen Hebel für zukünftige Aktionen (egal von welcher Partei), schonmal für sich reserviert.
Was generell ratsam ist, alles was man irgendwie veröffentlichen möchte, schriftlich vom Urheber absegnen lassen.