Beiträge von golfx

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    Tatsache ist wohl, dass es zu unregelmäßigen Kupplungsvorgängen kommt (teilweise mit Rucken). Das kommt aber mit großer Wahrscheinlichkeit von den Kupplungsstellern.

    Dann haben es unsere DSG`s auch - das Problem - sind ja die gleichen Getriebe.
    Daß man aber deshalb in China einen Rückruf in dieser Größenordnung macht ist schon bemerkenswert.

    Na ja - meines läuft ja einigermaßen zufriedenstellend bis jetzt.

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    ... woher hast du das wissen über den Teil mit den Getriebeölen? Ich kenne es nur das es ein Kreis ist ...

    Ja - bei den DSG`s herrscht bei den VW-Fahrern meist babylonische Verwirrung was die Technik angeht.

    Der " eine Kreis" bezieht sich auf das 6-Gang DSG. Also den Vorläufer des 7-Gang DSG wenn man so will.
    Beim 6-Gang DSG findet man viele technische Parallelen zum Wandlergetriebe - außer dem Wandler und der Planetensatz wurde durch herkömmliches Schaltgetriebe ersetzt.
    Aber die Schmierung, Kühlung und hydraulische Betätigung der Gangsteller und Kupplungen wird genau wie beim Wandlerautomaten durch ein ATF-Öl bewerkstelligt.

    Kann man aber alles leicht herausfinden wenn man fleißig nach Beschreibungen der Getriebe im Netz fahndet. Das gibt es dort massenhaft.

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    Zum DSG:

    Wenn ich mir ansehe, was der Grund für den Fehler sein sollte (aufgrund einer Nachfrage bei einem VW-Sprecher im Bericht von MT), halte ich das für sehr weit hergeholt.

    Von einer Überlastung der Kupplung im Stop&Go-Bereich stand da kein einziges Wort.

    Es wurde behauptet, dass sich aufgrund der dortigen klimatischen Bedingungen (Luftfeuchtigkeit und Temperatur) und Hitzestabilisatoren in Kunststoffen "irgendwie" Schwefel im Hydrauliköl gebildet haben soll, was dann wiederum zu Korrosionserscheinungen geführt hat. Dadurch fällt manchmal der Öldruck ab, es könne zu einer Unterbrechung der Stromversorgung kommen, was zum Ruckeln während der Fahrt führt.

    Dieses Schadensbild tritt nur in China auf....

    Das muß ich jetzt schon dreimal lesen um zu glauben was da steht.

    Ich habe im Bericht einer chinesischen Zeitung gelesen daß dies vermutlich vom genannten Stop/Go-Verkehr herkäme. Da käme das " Todeslicht" - also die Warnlampe.

    Also - nach meinen technischen Kenntnissen über das 7-Gang DSG weiß ich:

    Hydrauliköl ist im 7-Gang-DSG-Getriebeteil überhaupt nicht drin sondern nur in der Mechatronik. Im Getriebe ist ein normales Getriebeöl wie im Handschaltgetriebe. Da fahren ja wohl Millionen davon in China ohne Probleme herum.
    Der Öldruck kann getriebeseitig gar nicht abfallen weil es da keinen gibt. Die Schmierung ist eine ganz gewöhnliche Schmierung wie in jedem Handschaltgetriebe.

    Öldruck gibt es im Mechatronikmodul. Mit diesem werden die Gangsteller betätigt. Das Ölsystem ist aber total verschlossen. Deswegen kann eigentlich kein Einfluß durch Luftfeuchte und dergleichen stattfinden. In China wird zudem das Klima auch nicht so extrem anders sein wie bei uns daß im Getriebe sich gefährlicher Schwefel bildet.

    Wenn der Strom der Mechatronik ausfällt dürfte gar nichts mehr gehen weil unplausible Schaltzustände dazu führen daß auf Grund der Eigensicherheit des Getriebes die Kupplungen frei geschaltet sind und daher kein Antrieb mehr stattfindet. Daher also vielleicht das " Todeslicht" ?

    Leider kenne ich den MT-Bericht nicht. Aber mutet sich an wie die " Kettengrat" - Story wenn das wirklich so geschrieben wurde.
    Wobei ich das fast nicht glauben kann denn MT lesen ja doch meist Fachleute - oder ?

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    ... Beim DSG-bericht war es wohl sehr wichtig zu erwähnen, dass es die ursächlichen Bedingungen nur in China gibt, damit hier in D nicht gleich alle mit kleinem DSG zur Werkstatt fahren...

    Jemand der kein Problem hat muß ja nicht in die Werkstatt zumal die Bedingungen wie in China bei uns kaum zutreffen.

    Ich glaube auch daß es eher kein mechanisches Problem ist. Daß eine Trockenkupplung heiß wird bei dauernder Schleiferei ist an sich systembedingt.
    Hier ist die Wandlerautomatik eben erste Wahl.

    Ich bin mal fast drei Stunden in München im stop-and-go Verkehr mit dem Wandler gefahren. Ich hatte da zur Schonung den ersten Gang manuell vorgegeben und die Wintertaste gedrückt ( Wandlerüberbrückungskupplung aus). Der erste Gang war deshalb ideal weil bei einem Vierganggetriebe die Geschwindigkeitsspanne viel höher reicht wie mir das überhaupt viel lieber war wie die 7-Gangsache.
    Nichts war außer Ölrühren. keine Überhitzung - nichts. Schönes butterweiches Anfahren.
    Um mich herum haben einige Schaltgetriebe gekracht :thumbdown:

    Ich denke daß die was an der Software gemacht haben um die Schaltvorgänge so zu gestalten daß weniger geschaltet wird. Was weiß ich ...

    Aber am Grundproblem der Trockenkupplungsproblematik bei solchen Betriebsbedingungen werden die nichts ändern können.

    Das DSG hat eben nicht nur Vorteile wie gerne behauptet.

    Das hatte ich bei MT gefunden:

    http://www.motor-talk.de/blogs/all-abou…m-t3952343.html

    Sind einige Links drin. Auch auf chinesische Zeitungen.

    So wie ich das verstanden habe fahren die Chinesen in den Großstädten stundenlang stop-and-go.
    Das mögen die Trockenkupplungen anscheinend nicht.
    Ich hatte damals am Timmelsjoch auch fürchterlichen Gestank der Kupplungen wegen der andauernden Schalterei bei jeder Kurve.
    Mit meinem alten 4-Gang Wandler Megane bin ich ebenfalls da rauf gefahren. Der wurde zwar auch ordentlich heiß aber wegen seines Getriebeölkühlers hat er das weggesteckt.
    irgendwo haben die Chinesen geschrieben daß sie wieder Wandlergetriebe einbauen.
    Ich denke daß das 6-Gang Naßkupplungs-DSG da keine Schwierigkeiten hat weil ebenfalls ein Ölkühler die Hitze wegschafft.

    Andererseits - wieviel Handschalterkupplungen bei der Stadtfahrerei andauernd kaputt gehen weiß vermutlich keiner. Das wird eher als " normal" hingenommen.
    Beim DSG ist das eben ein Thema.

    Um nochmals auf die angeblich schnellere Ölaufwärmerei zu kommen:

    Ich bin gestern ( 3 Grad AT) mit Addinol ( 5W ...) bewußt die selbe Strecke wie letzte Woche ( - 1 Grad) mit Mobil1 ( 0W...) gefahren . Das Addinol hatte also den Vorteil der etwas wärmeren Luft. Habe extra gut aufgepaßt und trotzdem konnte ich keinen erkennbaren Unterschied feststellen.

    Heute nochmals getestet. Kein Unterschied feststellbar.
    Ich weiß auch gar nicht was an der angeblichen Tatsache des schneller Warmwerdens eigentlich Nahrhaftes dran sein soll. Wenn überhaupt dann ist das so gering daß der Motor nichts davon hat.

    Aber zur allgemeinen Beruhigung: Der Motor läuft schön ruhig . Alles im grünen Bereich :)

    Mit dem " Pumpern" meinte ich das unangenehme Geräusch welches der Motor abgibt wenn er auf Grund der durch die Software des DSG`s erzwungenen untertourigen Betriebsweise nicht mehr schön dahinrollt sondern eher dahinstottert. Regt mich auf seitdem ich die Kiste habe ...

    Zitat

    Beim Ölworkshop hat sich rausgestellt, dass der Effekt der schnelleren Erwärmung keine Einbildung der Fahrer ist, und es kristallisierte sich heraus, dass mit "reinen Laborversuchen" dies nicht nachzuweisen ist.

    Diese Aussage kann ich als Techniker nicht nachvollziehen. Wäre das so hätte ich kein Vertrauen in solche Produkte.
    Daß der Motor jetzt recht ruhig läuft habe ich festgestellt.

    Was das Öl an sich und dessen mögliche Zusammensetzung anbetrifft habe ich auch so meine Vermutungen. Wenn man viel diesbezüglich darüber liest bekommt man durchaus eine Meinung.

    Der Ölworkshop an sich wäre sicher hochinteressant. Aber nur als Hobby nach Ostdeutschland zu fahren ist mir dann doch zu aufwendig.

    Aber ich denke daß wir das was wir wissen sollen auch zu lesen bekommen :D

    Die Motorwärme habe ich nicht geprüft.Warum auch ?
    Derartige Aussagen daß mit dem Addinol der Motor schneller warm würde kann man nur durch beweisfeste Messungen belegen.
    Persönlich glaube ich das auch nicht.

    Das Mobil1 war ca. 7500 km im Motor. Also sicher noch nicht " verbraucht".

    Ich bin heute wieder gefahren. Soweit auch alles ok. Selbst wenn es einen Tick länger rattert - ich kann es akzeptieren.
    Dafür pumpert der Motor im Niederdrehzahlbereich etwas gedämpfter.
    Aber ist ja auch ein neues Öl und jedes neue Öl fährt leiser.

    Wenn man die neuesten Horrornachrichten aus China betreffs des DSG liest macht mir das mehr Sorgen.

    Wohl dem der keines hat - noch besser keinen VW ... :thumbdown:

    Traurig - aber wahr.

    Aber gegen die Tatsache daß unsere Sparguthaben in Zukunft mit staatlichem Segen geplündert werden könnten - dafür sind das kleine Sorgen.

    Gestern habe ich Para`s "Wunderöl" 5W-40 Super Light reingetan und heute früh kalt gestartet und anschließend gefahren.
    Vorher hatte ich Mobil1 " New Life" 0W-40 etwa 7500 km drin ( über Winter).

    Um gleich Einwürfen vorzubeugen: Ich bin nach dem Wechsel ein paar km damit gefahren. Öl war also im Motor verteilt wie im Normalbetrieb.

    Also erster Eindruck: Beim Kaltstart ist das Mobil besser.
    Die Ratter-und Rasselphase ( NWV, Kette ) ist wahrnehmbar etwa doppelt so lange wie beim 0W-40. Hinterher hat etwas im Ventiltrieb etwa eine halbe Minute nachgeschnackelt. Auch hatte ich den Eindruck daß man das Tackern der Hochdruckpumpe lauter hört.
    Beim Fahren ( warm) war das Motorgeräusch etwas dumpfer. Das Lagerpumpern des Motors beim niedertouriger Betriebsweise ist etwas dumpfer und gedämpfter.
    Im Prinzip war der Eindruck etwa so wie beim High-Star 5W-40.

    Mein Resultat: Beim Kaltstart macht sich das dünnflüssigere 0W bemerkbar. Anscheinend ist die Druckversorgung und das Öl schneller da.

    Auspuffenden habe ich blankgeputzt. Waren eh fast sauber bis auf ein paar Rußpartikelchen.

    Nun werde ich mal ein halbes Jahr abwarten ...

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    ... Dort denkt VW aber schon vorraus, sollte sich motorentechnisch zukünftig soviel verändern, dass es erforderlich ist, die 504.00 und 507.00 als jeweils eigenständige Motoröle zu betreiben. Natürlich dann mit unterschiedlichen Rezepturen.

    Nein - da hat man nach meiner Auffassung falsch " vorausgedacht".

    Das " Wollmilchsaudenken" - beim Schmieröl also möglichst nur ein Öl für alle Motortypen ( Vorteil Kosteneinsparung und Logistik) - war sicher der Vater des Gedankens.

    Genauso weiß man aber schon immer daß Kompromisse keine optimalen Ergebnisse hervorbringen.
    Das haben andere Hersteller eher erkannt und entsprechend gehandelt.

    Wenn man also wieder auf unterschiedliche Öle die gezielt auf ihre Einsatzbedingungen hin gebaut sind umschwenkt ist das nur eine Reaktion auf eine negative Erfahrung.

    Bei den Datenblättern sollte man auf das Datum achten.

    So gab es beim ehemaligen High Star etliche Datenblattversionen.

    Was man noch sollte: Genau lesen und " zwischen den Zeilen ". Gilt auch für Addinol ;)
    Ist interessant wenn man genaueres über die Qualität wissen will.
    Der Absatz " Produktcharakteristik" ist da aufschlußreich.

    Zitat

    Praktiker LL bedeutet Leicht Lauf und nicht Long Life ,oder?

    Stimmt - Leichtlauf. So nennen sich alle " Dünnöle" ;)

    Danke für das Datenblatt!

    Zitat

    ... Du könntest ja mal den User Öl-aus-Böhl per PM fragen ;)

    Das weiß ich natürlich und Para gäbe mir das auch - keine Frage.

    Ich verstehe nur nicht warum man das nicht wie andere Ölhersteller einfach bei den Produktseiten mit anhängt.
    Ist doch kein Staatsgeheimnis.

    Aber ich sehe gerade: Das Datenblatt ist vielleicht nicht mehr das aktuellste ?
    Laut Para erfüllt es jetzt auch API SN. Ist dort noch nicht vermerkt.

    Beim Praktiker LL 5W-40 ist das bereits draufgeschrieben. Dessen aktuellstes Datenblatt habe ich.

    Es geht aber hier nicht in erster Linie um die Qualität des Öles ( Additivierung usw.) sondern darum ob ein niedrigviskoseres 0W - Öl bereits schädlich für einen Motor sein kann wie ein 5W-Öl.

    Wobei ich weiß daß die Viskosität eines 0W-Öles bei der gleichen Temperatur wie ein 5W- fast die gleiche Viskosität aufweist. Das 0W - Öl hat einen erweiterten Bereich der Fließfähigkeit bei Tieftemperatur. Das ist doch der einzige Unterschied.
    Außerdem haben manche 0W-Öle wie das Mobil1 einen deutlich höheren HTHS-Wert wie ein partikelfilterverträgliches 5W.

    Wenn also ein Motor ein 0W nicht mehr verträgt während ein 5W angewendet werden darf wäre das ein technischer Witz. Zumal sich im Laufe der Anwendung eh eine Viskositätserniedrigung in Richtung der Grundviskosität des Grundöles einstellt weil die VI-Improver abbauen.

    Wenn das bei einem Motor also wirklich so kritisch wäre würde ich so einen nicht fahren wollen. Dann hätten die Konstrukteure ihre Arbeit schlecht gemacht.

    Zitat

    ... Stammt von G.W. von Goethe ...

    Heißt richtig: " Stammt von J.W. von Goethe ..."

    Wird euch zwar nicht interessieren. Muß aber der Richtigkeit halber korrigiert werden wenn man schon so Zitate bringt :D .


    [quote] ...dass die entsprechende Viskosität SAE 0W-40 fälschlicherweise bei dem 1.2 TSI Motor in der Schmierstoff-Tabelle fehlt und dass man den Grund dafür ermitteln will!
    /quote]

    Den Grund dafür kann ich mir schon denken.

    Solche Unterlagen werden von Dumpinglohn-Editoren erstellt die alles mögliche zu Schreiben haben.
    Gelesen werden solche Listen eher nicht von Fachleuten denn diesen sollte so etwas auffallen. Zumindest demjenigen der sich mit Schmiermittel beschäftigt.
    Diese sind aber " zu teuer".

    Einigen von uns sind die Widersprüche ja aufgestoßen und dann abgeklärt worden.

    Im digitalen Zeitalter mit seiner Informationsflut ist Mißtrauen und kritisches Denken mehr angebracht denn je.