Audi bezieht unter anderem einen großen Teil der Lacke über die BASF Tochter Coatings in Münster die Lacke. Die werden dort fertiggestellt und kommen meist in 1000-Liter Gitterbox-Behältern (IBC) zur Lackierei. Bezahlt wird der Lack im übrigen nicht per Liter, sondern pro PKW !!!
Dann wird pro Fahrzeug der Lack in Kartuschen gefüllt für die Roboter in der Lackierei. Von dem Topf, werden aber wiederum Töpfe für Zulieferer abgefüllt. Das heisst, daß die Zulieferer von lackierten Teilen wie z Bsp Schweller, Spoiler, Türgriffe etc, die Lackdosen geschickt bekommen. Die sind dann schon auf ein spezielles Fahrzeug bestimmt.Lackieren tut der Zulieferer. Dann kommen die Lackierten Griffe, Schweller etc just-in-time zurück ins Werk ans Band. Somit ist gewährleistet dass Anbauteile den gleichen Lack haben. Denn würde man so la la den Lack an die Zulieferer schicken, ist es möglich dass der den Lack einer anderen Charge hat. Aus einem anderen 1000Liter Behälter. Und Chargen sind NIE gleich. Mit dem jetzigen System hat der Zulieferer aber immer den gleichen Ton der auch für die Karosse bestimmt ist. Weil eben die Farbmenge aus der großen Dose kommt die für die Karosse bestimmt ist und aus einem bestimmten 1000Liter-Behälter ist.
Ich denke nun sollte klar werden, warum das Thema weitreichende Folgen für die Auslieferung haben kann.
Wir hatten hier mal den gleichen Fall bei einem S3. Da hing es am Lack,warum er etliche Monate später ausgeliefert wurde. Und in NSU wurde uns dies wie oben geschrieben erklärt.
Der Lacker um die Ecke hat keine Restfarbe, darum muss er die Farbe vermessen und Mischen. Jeder rote A3 kommt aus einem anderen 1000Liter Behälter. Zudem bleicht Sonne und Umwelteinflüße den Lack. Das gibt wieder Farbänderungen. Darum muss der Lacker um die Ecke die Farbe immer nach aktuellem Lackzustand mischen.Würde er originalfarbe nachkaufen wäre da immer ein Unterschied zu sehen.