Beiträge von Paramedic_LU

    Ich habe übers Wochenende alle Bilder zusammengestellt.

    Hier nun die Liste mit den Vorschlägen

    Bitte kontrolliert nochmals ob alle Eure Bilder dabei sind und ob sonst alles plausibel ist.
    Falls keine Einwände kommen, aktiviere ich Morgen dann die Abstimmung !!!

    Nicht täuschen lassen. Einige Bilder sind in der Vorschau etwas unscharf. Da kam ich auf die schnelle nicht an bessere Vorlagen. Boebbel hab ich auch seit Samstag noch nicht erreicht.

    Da das Thema recht aktuell ist und immer wieder aufkommt, stellt sich mir die Frage:

    Warum korrodieren beim einen A3 die Massepunkte und beim anderen nicht.
    Ich hab einen der ältesten 3.2 und die Dinger sehen aus wie neu.
    Eventuell liegts daran wie der Wagen abgestellt ist. Meiner steht in der Garage. Darum dachte ich, wäre eine Umfrage nicht schlecht.

    Bitte NUR ABSTIMMEN, wer Probleme hatte.

    Garagenparker, oder Freilandparker

    Wie ich mir zuvor dachte.

    Die Ursache des Versagens war eindeutig Spannungsrißkorrosion gewesen.
    Ich war mit dem Teil heute bei Kollegen in der Schadensabteilung. Der Schaden dürfte eigentlich nicht auftreten, da das Teil und der Kunststoff auf seine Medienbeständigkeit getestet sein sollte. Immerhin durchströmt den Zylinder ein Medium welches den Angriff auslöst. Und da sollte der Kunststoff resistent sein.
    Man hat einen anfälligen Kunststoff, eingefrorene Spannungen, oder Spannungen durch die Bearbeitung, sowie ein angreifendes Medium.
    Fällt ein Faktor raus, so hält das Teil. Hier beim Hubzylinder können innere Spannungen durch das Spritzgiessen vorhanden sein UND zusätzlich Spannungen durch die Fertigung des Bauteiles. Nämlich dem Einpressen der Düsenköpfe und dem Fügen des Konus mittels Metallfeder (sieht man später beim Röntgenbild). Um die Rißbildung nun auszulösen, genügt es dass ein Medium die Oberfläche des Kunststoff benetzt. Und das ist bei einer Sprühdüse immer der Fall....seehr ungünstig also alles.

    Ein Beispiel aus dem Alltag sind die klaren Kuchenabdeckungen aus PMMA. Mit der Zeit bekommen die immer mehr Spinnwebenrisse, bis eines Tages das Teil kaputtgeht.
    Hier hat man wiederum 3 Faktoren:
    anfälliger Kunststoff
    Medium
    Spannung
    Die Risse entstehen durch das Spülen mit Spüli. Durch den Spritzvorgang und anschliessendem Abkühlen sind im Deckel eingefrorene Spannungen vorhanden. Also alle 3 Bedingungen für die Rißbildung da. Eliminiert man nun eine der Einflußgrößen, so gibt es keine Risse. Spülen mit warmem Wasser ohne Spüli, und die die Abdeckung würde halten.

    Aufgrund der Rißlänge und Alterung der Bruchfläche dauerte dies recht lange bis zum Versagen.
    Der Riß am Hauptzylinder war solange folgenlos, bis er über den Bereich der Dichtung kam, nun konnte Flüßigkeit austreten. Und zwar immer soviel bis die Rißhöhe gleich der Füllstandshöhe im Wischwasservorratsbehälter war. Ein Ausgleich quasi.
    Die beiden Risse in der Düsenkopfnähe sind ohne Folgen. Hier steht kein Wasser an.
    Intressant aber die Verschmutzung durch Dreck und Salz im Innern der Düsenköpfe. Hier muss Dreck der vom Scheinwerferglas mit Druck abgesprüht wird, zurückgeschleudert werden und sich im Düsenkopf fangen.

    Ein aggressiveres Wischmittel scheidet aus. Da in jedem Wischwasser Alkohol enthalten ist.
    Hier ist der Faktor Einwirkdauer die Lösung des Rätsels. 7 jahre lang rißauslösendes Medium auf einem mit Spannung beladenen Bauteil, das muss irgendwann kolabieren.
    Bin gespannt wann die rechte Düse aufgibt.

    Könnte gut möglich sein, dass in Fahrzeugen der ersten Baureihen sich dieser Mangel bald häufen dürfte.
    Mein Hubzylinder hat folgende Kennung:

    07 3 (Herstelldatum: Juli 2003)
    21770 auf dem Steigrohr zu den Düsenköpfen.

    Anbei ein paar Makrobilder der Risse und des Kunststoffgefüges, bzw. der Rißoberfläche.
    Röntgenbilder konnte ich noch keine erstellen, da zur Zeit ein techn. Defekt die Anlage stillgelegt hat.
    Ich reiche diese Bilder nach.

    Hier eine gute Beschreibung zum Vorgang
    http://www.kupfer-institut.de/front_frame/pdf/JT0501.pdf

    und ein wenig aus allgemeiner Literatur


    Spannungsrissbildung
    Wie Metalle zeigen auch Kunststoffe eine gewisse Anfälligkeit für Spannungsrisskorrosion. Wenn
    Rissanfälligkeit mit einer entsprechenden mechanischen Spannung und einem entsprechenden,
    auf den polymeren Kunststoff wirkenden Medium (z.B. Lösungsmittel) kombiniert wird, sind
    Schädigung und letztlich Versagen möglich. Rissentstehung und anschliessendes Risswachstum
    durch Spannungsrisskorrosion verlaufen bei Kunststoffen je nach Art des einwirkenden Mediums
    unterschiedlich schnell. Grundsätzlich wirkt das eindringende Medium auf molekularer Ebene an
    der Rissspitze und resultiert in einer erhöhten Beweglichkeit der Molekülketten (z.B. durch Quellen
    des Werkstoffs). Die mechanische Spannung (z.B. Zugspannung an der Rissspitze) führt dann zu
    einer entsprechenden Umorientierung bzw. Entflechtung und eventuell dem Lösen von
    Molekülketten, dadurch zu Konzentration der Deformation, zu Rissausbreitung und letztendlich
    zum Versagen. Die Rissentstehung kann auf Oberflächendefekte oder auf verarbeitungsinduzierte
    Anrisse an der Oberfläche (z.B. durch mechanische Bearbeitung) zurückgeführt werden


    Spannungsrißbildung bei thermoplastischen Kunststoffen
    Amorphe, thermoplastische Kunststoffe ohne Füllstoff neigen bei Kontakt mit bestimmten Flüssigkeiten (Lösungsmitteln) zur Rißbildung. Dies wird häufig auch als „Spannungsrißkorrosion" bezeichnet. Die anfälligsten Kunststoffe sind Polycarbonat (PC), olymethylmethacrylat (PMMA), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) und Polystyrol (PS). Wie der Name schon sagt, ommt es zur Rißbildung durch das Zusammenwirken zweier Umstände:
    1. Im Werkstück müssen gewisse Spannungen vorhanden sein. In den meisten Kunststoffteilen sind diese aufgrund der Verarbeitung bereits in Form von „eingefrorenen" Spannungen vorhanden, oder sie entstehen durch das Einwirken externer Kräfte.
    2. Ein niedermolekulares Medium wirkt auf das Teil ein (z.B. Aceton, Alkohol).
    Auch Klebstoffe können, solange sie im flüssigen Zustand sind, Spannungsrißkorrosion verursachen.

    In der Tat spielen die neuen Medien eine große Rolle.
    Ich hatte das schon öfters geschrieben.
    Für mich war mein Golf 4 das beste Auto was ich fuhr. Mit den wenigsten Mängeln. Nämlich keine. Eine Rückrufaktion betraf klickernde Türöffner in den hinteren Türen. Fertig.
    Öl wurde im Festintervall gefahren. Durch die hohe KM-Leistung kam ich alle 9 Monate in den Genuß des Ölwechsels.
    Er hatte ausser dass er ständig Glühbirnen vernichtete keine Macken.

    Lese ich jetzt in Golf 4 Foren wird mir Angst.
    Was da alles an Mängeln steht....
    Im Nachhinein kann ich sehr viel auf mein Golf von damals hin deuten....Jaa klar so war das damals auch....
    Doch alleine kam ich damals nicht drauf. Es fiel mir einfach nicht auf.
    Und hätte ich was gehabt, hätte ich gedacht: "Mist, trifft mich mal wieder" oder "Jo n Montagsauto halt"

    Es gab damals keine Foren und Vernetzung.
    Es ist doch so, dass wenn einer schreibt, er hört bei 30001/min im 5.Gang ein Knarzen aus dem Armaturenbrett in Höhe der 3.ten Lüftungsdüse.
    Im Unterbewußtsein ist das drin und man achtet ständig da drauf. Irgendwann hört man bestimmt was. Und schon isses wieder einer mehr mit dem Knarzen...
    So finden schnell viele Gleichbetroffene zusammen.

    Im Falle der Ketten ist das auch gut so. Da hätte jeder gedacht: "Mist, trifft mich halt, zahl ich"
    Foren und Vernetzung können Fluch & Segen sein.
    Für beide Seiten...

    Was anderes zum Thema Produktion. Hatte mal meine Gedanken laufen lassen .....

    Geschichte über die Entstehung des perfekten Autos

    Ja gut. BMJ Steuergerät auf BDB-Motor da ist ja schon vieles anders wie wir hier nun schon mitbekommen haben.
    Ich meine aber BDB-Motor und BDB-Steuergerät.

    Wäre es nicht möglich dass Audi zu Beginn des A3 den BDB-Motor nebst BDB-STG vom Golf 4 R32 einbaute, aber eine aktualisierte BDB-Software aufspielte mit geändertem Kennfeld gegenüber dem Golf 4 R32, um die 250PS zu bekommen?

    Ich denk das könnten uns aber nur Insider verraten oder Zoran.

    Ich hoffe dass Du schnell aus dem Schlamassel kommst.
    Hast Du Rechtsschutz?
    Ich denk mit bissl Druck vom Anwalt könnte es was schneller gehn.

    Hier noch ein paar INFO zum neuen Audi A3 Karosseriebau in Ingolstadt.
    Hier wird ja der neue A3 dann gefertigt.

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