Die letzten 4 Tage hatte ich wetterbedingt reichlich Zeit, mich meiner neuen Maschine zu widmen.
Als erstes erstellte ich ein Bauplan, was der Rumpf alles enthalten muss und welche Schritte MasterArtHelis als Extraposition umsetzen muss.
Dann ging es an den Lackierplan, das war etwas schwierig. Denn irgendwie ist das bei der DRF wie mit den Antennen. Ein heilloses durcheinander verschiedenster Bauzustände. Da immer im Regelbetrieb umgebaut und lackiert wurde, und nicht wie heute wo von vorne ab Werk alles bestellt wurde was es gibt. Ein Corporate Design war damals auch nicht so vorhanden. Um es auf den Punkt zu bringen, es gibt unzählige Variationen der verschiedenen Registermaschinen. Und von denen gibt es gerade nicht allzuviele Bilder oder Videos. Wie auch. Das waren Maschinen aus den Anfang und Mitt-90er Jahren.
Wenn es Videos gibt, dann nur wenn sich jemand echt die Mühe macht das von analog nach digital zu konvertieren. Und dann muss es auch noch wer sein der das wo hochläd. Von daher gibts nicht viele Videos und Bilder von der Lackierung der ersten Generation. Die Triple Tango ist da auch sehr selten zu finden, und dann auch noch in verschiedenen Ausbaustufen. Folglich musste ich mich auf einen Zeitabschnitt festlegen. Das gilt auch für die Antennen. Ich kann ja unmöglich eine GPS-Antenne auf das Cockpitdach kleben, nur weil es schick aussieht. Damals gabs halt kein GPS, und die dicken Antennen auch nicht. Lediglich auf dem Dach eine Drahtstab-Antenne, von der es aber auch kaum Bilder gibt. Da muss ich noch lange recherchieren denk ich.
Mein Baustand der Triple Tango wird der vom 4.7.2001 sein
https://www.helifotos.de/eurocopter/bk-…bad-saarow.html
Vergleicht man die Bilder mit Videos, fällt auf dass die Tango am Bauch kein Logo hat wie die Tripple Sierra oder die Triple Whiskey
Lediglich Notarzt steht da.
Das Video ist auch klasse. Da behindert doch der Polizeiheli den Start des RHT 
Seltene Aufnahmen übrigens. Sollte man sich aufbewahren.
Durch glückliche Umstände bekam ich dann auch noch den Lackierplan. Hier stellte sich heraus, dass es damals den schwarzen Trittschutz auf dem Dach noch nicht gab. Bei der Tango kam der erst beim vorletzten Design. Also quasi das heutige minus "DRF" , plus Star of life von der Steiger Stiftung.
Dann ging ich daran die PSG Mechanik zu bestücken. Der Rotorkopf war ja schon im August gebaut worden. Den setzte ich dann auf die Welle , und machte die Anlenkstangen, Taumelscheibe etc dran. Was mir hier gut gefiel. PSG hat eine Abstandshülse für das Nickservo. Das zieht man über die Anlenkstange und dreht beide Gabrielgelenkköpfe auf Block, dann hat man das Maß 85mm. Das ist das Urmass. Die anderen Stangen werden dann bis fast Gewindegangende gedreht, und wenn man die Servos mit den richtigen Abstandplatten montiert hat, ist das mechanisch schon fast auf Null.
Auch kann man alles leicht montieren und anziehen. Immer ist gut Luft oder ein Serviceloch oder Spalt da zum Anschrauben.
Ein Verständnisproblem hatte ich bei einer Schraube am Servohorn. Doch nach einer Email an PSG kam gleich die Lösung mittels 3D-Zeichnung im Detail. Sowas finde ich super.
Für den Heckrotor musste ich noch ein paar Teile bestellen. auch weil die Blatthalter nicht passend waren, von dem Teil was ich noch hatte. Allgemein wird bei TREX Teilen die Versorgung echt schwierig.
Auf das Heckritzel und die Lagerstelle machte ich das Addinol Multiplex XMK2, das passt für diese Werkstoffkombinationen, und auf die Welle wo die Schiebehülse läuft einen feinen Hauch Addinol PTFE Gleitlackspray.
PSG hat so Alustreben dabei um sie zwischen das Chassis zu schrauben, beispielsweise als Aufnahme für den Regler oder sonstiges. Ich bau mir da vorne noch ein Blech dran, was umgekantet wird für den Akkupack. Ich will die Mechanik erstmal als Trainer aufbauen und fliegen. Als ich mir hier Gedanken zum Landegestell machte wie ich das realisieren soll, fiel mein Blick auf das alte Gestell der TREX600 Mechanik in der Tango. Die Löcher an einer Strebe passen exakt zu der Stütze von PSG. Da die Stütze innen hohl ist, musste ich bei der einen Kufenaufnahme nur ein Loch bohren. Fertig ist das Landegestell .
Die nächsten Schritte werden sein, dass Christian die Mechanik auf das umgelenkte Heck umbaut, einpasst und in den Rumpf setzt. Dann soll der Trainer flugfähig gemacht werden, und dann in den Rumpf kommen.
Also zumindest ist jetzt der Plan so.
Im Oktober, wenns klappt hab ich dann noch ein Fototermin mit der D-HAID die aktuell als Christoph Weser noch im Dienst ist. Sie ähnelt mit den Antennen der Tango am ehesten von der Handvoll DRF BK117 die noch da sind. Ich hoff das klappt alles. Dann kann auch die bisherige Tango wieder in die Luft, wenn die Bilder im Kasten sind.
Anbei ein paar Bilder