Beiträge von Paramedic_LU

    Ich hatte sowas ähnliches mal mit einer anderen Seite. Aber mit dem I.E
    Hier im PC Bereich gibts den Thread dazu, mein da stand auch ne Lösung, die weiss ich aber nimmer an was das lag.

    Ja ich denke auch, das ist die Sache nicht wert. Im übrigen sprach ich heute noch mit einem Experten was Gleitschienen angeht.
    Folgendes konnte ich erfahren.

    Es gibt 2 Arten von Gleitschienen die derzeit verbaut werden.

    Einteilige und Mehrteilige Gleitschienen

    Einteilige Gleitschiene:
    Hier handelt es sich um 1 Teil, welches im Spritzgußverfahren hergestellt wird. Diese Teile bestehen meist aus PA66 mit 30% Glasfaseranteil. Schwarz eingefärbt sowie wärmestabilisiert und beständig gegen Fette, Öe, Benzine, Schmiermittel etc.

    Einige Hersteller fertigen die Gleitschienen auch aus PA66, welches mit Kohlefasern verstärkt ist.
    Vorteil: Kohlefasern neigen zur Selbstschmierung. Wegen dem Kohlenstoff.

    Zweiteilige Gleitschienen:
    Hier ist der Träger ein PA66. Auf diesen Träger wird der Gleitbelag geclipst. Er besteht aus unverstärktem Polyamid 4.6 ,welches sehr gute Gleiteigenschaften besitzt, bei minimalem Verschleiß.
    Vorteil: auswechselbarer Gleitbelag und nicht so teuer

    Alle Teile werden auf 150°C ausgelegt von den Dauereigenschaften her wie Temperaturbeständigkeit, Kriechfestigkeit, E-Modul, Steifigkeit etc.

    In der Tat erschleicht sich mir auch langsam das Gefühl, das hier viele ungünstige Größen und Baueile zusammenfliessen und die Kette, wie im Volksmund oft genannt, das schwächste Glied im Verbund des Kettentriebes ist. Quasi, ein Versagen ist nur eine Frage der Zeit.

    Dass hier die Öpumpen schuld sein könnten, würde erklären, warum gerade in einem Prüflabor einer Firma dessen Name ich nicht nenne, mit Hochdruck neue Generationen von Öpumpen getestet werden.

    Es würde auch das bestätigen was ein mir bekannter Tribologe erläuterte. Ohne Kraft gibt es trotz dem Schmirgelähnlichen Ökohlegemenge nicht einen solch derart großen Verschleiss der Ketten, Schienen und Spanner. Es wirkt mit, ebenso wie das Ö und das Longlife-Intervall.
    Aber der Schuldige könnte in der Tat die Pumpe sein.

    Wird Zeit dass der Druck bei meinem A3 gemessen wird.

    Was ist ungünstig am VR6 3.2?
    -Wie bei allen kompakten VR-Motoren, gibt es konstruktionsbedingt große Hitzeentwicklung und schlechte Wärmeabfuhr
    -Longlife Öintervall
    -Castrolöl was zu Verschlammung neigt
    -zu großer Ödruck
    -im Ö gelöste Ökohlepartikel
    Etc.

    Beim VR6 3.6-Liter wird die Pumpe in den Trieb integriert. Siehe im Bild hier.

    Welche Gründe kann das haben? Zum Wechseln ist das ja eher schlechter.

    Heute kam übrigens meine neue obere Rollenkette. Hole sie später ab. Bin sehr gespannt auf den Vergleich.

    EDIT vom 4.9.2008

    Aktueller Stand der Thematik Steuerkettenlängung

    Das Thema ist dermaßem umfassend und weitreichend, dass es sehr viel zu lesen gibt. Daher fasse ich kurz das wichtigste was zum jetzigen Zeitpunkt bekannt ist hier im EDIT zusammen, und stelle es im ersten Postings des Thread ein.

    Betroffen waren ANFANGS nur BDB-Motoren
    In der laufenden Serie gab es 3 Wechselintervalle für neuere Ketten. Sie kamen zum Einsatz in:
    März 2004
    Juni 2004
    Januar 2005
    Hierzu gibt es von Audi eine TPL
    Vorgangs-Nr.: 2012381/3
    3,2l A3 + TT, Motorchecklampe leuchtet Fehlercodes 17755 und 17748 Freigabedatum: Ende 2006

    1 Jahr später erscheint eine nochmalige Änderung der Kette und der TPL
    Vorgangs-Nr.: 2012381/4
    3,2l A3 + TT, Motorchecklampe leuchtet Fehlercodes 17755 und 17748 Freigabedatum: 20.12.2007
    Es wird aufgeführt, dass die KETTE auf Firma IWIS umgestellt wurde
    Teilenummer: 03H 109 465

    1.4.2008
    Im Teilekatalog erscheint wiederum eine neue obere Steuerkette mit der Teilenummer: 03H 109 503

    Es erscheint eine zusätzliche TPL für den Motor mit Kennbuchstaben : BMJ

    Erkenntnis zum jetzigen Datum:
    Als Ursache kommen folgende Quellen und/oder deren Kombination in Frage
    - Longlife Intervall
    - Castrol SLX II + III
    - defekte Nockenwellenversteller
    - defekte Öpumpe ( zu hoher Druck)
    - zu schwache Kette
    - Verkokungen und Ökohle/Ruß im Ö und Ablagerungen an Motorwand innen

    Irgendwie bekommt es der VW/Audi-Konzern nicht in den Griff. Dies zeigt die abermaligen Kettentauschaktionen im Jahre 2007 und 2008. Das Problem schiebt sich die Motorkennbuchstaben hoch. Erst BDB, jetzt offiziell sogar BMJ,.....was kommt dann? ....BUB ????

    In der TPL Vorgangs-Nr.: 2012381/3 steht, dass ältere Nockenwellenverstelle gegen neuere getauscht werden SOLLEN.

    In der TPL Vorgangs-Nr.: 2012381/4 steht, dass ältere Nockenwellenverstelle gegen neuere getauscht werden MÜSSEN

    Also ist da auch der Wurm drin.

    Zitat

    Original geschrieben von Paramedic_LU

    Schau an schau an :D

    Habe mir gerade die obere Steuerkette neu bestellt, damit ich mal die alte damit vergleichen kann. Und was hör ich da von meiner Werkstatt???

    Es gibt eine Neue Kette. Also doch.
    Neu eingesetzt ab 1.4.2008
    Teilenummer: 03H 109 503

    Jetzt bin ich sehr gespannt wann das Teil kommt.


    Nachtrag.
    Im Audi system ist jetzt übrigens nicht nur der BDB gelistet.
    Nein,,,haltet Euch fest. Es gibt nun einen offiziellen Vorgang zum BMJ

    Das bestätigt unsere 2 Fälle hier mit ihrem Sportback. Der kam ja erst 2005 auf den Markt.

    Oh Mann AUDI 8-|
    Was habt ihr da getan?

    Also erstmal was zu den Glasfasern.
    Es ist nicht möglich zu 100% zu verhindern dass Glasfasern an der Oberfläche austreten. Die gibt es immer. Natürlich auch bei den VW/Audi Teilen und allen nderen auch. Das ist Prozessbedingt, und kommt durch das Aufschmelzen des Granulats im Extruder. Die Fasern sind quasi wie die Schokostreusel im straciatella Eis :D
    Es ist immer was an der Oberfläche.

    Bei PUR-Produkten ist es anders. Die bilden an der Wandung der Form sogar eine Spritzhaut die teilweise fester ist als der Kern. Bei manchen Produkten ist das gewünscht, bei anderen nicht.

    Bearbeitet man spanend solch PA66, dann kommen massig Fasern raus. Und die glatte Oberfläche der Form wird rauh. Also wirkt das alles sehr verschleissfördernd.
    Es sei denn, man bearbeitet die fertige Laufschiene nach.
    Was man da benötigt weiss ich nicht, da es die Oberfläche versiegeln muss, sehr verschleißfest etc...

    Eine Materialanalyse ist durchaus machbar. Bei Kunststoffen geschieht das mittels unterschiedlicher Verfahren. Nur sowas ist sehr teuer und ich komm da als "privater" nicht ran an die Abteilung. Der Stundenlohn beträgt ca. 130.- Euro. Ich schätze eine Analyse käme plus externem 15%igen Zuschlag auf gute 1000.- Euro aufwärts.

    Die Durchstrahlungsprüfung des Nockenwellenverstellers gestaltet sich da etwas leichter. Das kann ich selbst erledigen. Es geht zwar nicht in der Strahlenkammer, die schafft maximal 30mm Wandstärke. Aber mit einem Selen oder Iridium-Isotop könnte man es mittels der Projektions-Radiografie versuchen. Erläuterung hier
    Ob man in den feinen Kanälen dann was findet? 8-|
    Das steht in den Sternen. Auf alle Fälle sieht man dann wie das Teil innen aufgebaut ist von den Einzelteilen her.


    Eine Hochschule gibt es.
    Hatten wir zu Beginn des Thread mal angesprochen.
    Die Uni Kaiserslautern ist Fachzentrum für Kettentriebe bei Motoren. Ich schrieb auch mal den Prof. da an. Kam aber nix zurück.
    Vielleicht versuchst Du Dein Glück mal.
    In dem PDF der MTZ, war da mal ein Bericht. Erinnerst Dich?
    Wo wir uns die Kosten teilten?

    http://www.mv.uni-kl.de/vkm/DEUTSCH/Ru…blikationen.htm

    http://www.mv.uni-kl.de/vkm/

    http://www.mv.uni-kl.de/vkm/DEUTSCH/Ru…Mitarbeiter.htm

    So, ich hab mich heut Mittag in der Anwendungstechnischen Abteilung mal schlau gemacht.
    In der Tat ist es nicht einfach, so ein Teil selbst zu machen. Von Seiten des Werkstoffes.
    Es sind zwar PA66 Werkstoffe, aber mit speziellen Zusatzstoffen und Stabilisatoren.

    Man müsste die genaue INTERNE Werkstoffbezeichnung vom Hersteller kennen mit der Zusammensetzung.

    Auf alle Fälle sind die eingesetzten Gleitschienen
    Wärmestabilisiert (Hochtemperatur-Werkstoff), haben Zusätze für bessere Gleiteigenschaften ( Silikon oder PTFE), haben einen erhöhten E-Modul und Kriechfestigkeit, sind Medienbeständig gegen Öe, Fette, und Benzine, haben eine geringe Wasseraufnahme und noch vieles mehr.
    Wenn man hier nicht den richtigen Werkstoff erwischt, geht alles zu Bruch, oder verschleisst noch schneller.

    Nach dem Einsatz gefragt, und mit 3,2-Liter VR6 beantwortet, meinte der Konstrukteur nur eines:
    - Mutig, Mutig. Respekt

    Er nannte mir folgende Firmen bei denen man Kunststoffe und Halbzeuge bestellen kann.
    Sie führen auch diverse technische. Kunststoffe.

    http://www.ensinger-online.com/frames/de/bf_p4.htm
    und
    http://www.sustaplast.de

    Also nach dem Gespräch , würd ich sagen, Hände weg vom selber machen.


    EDIT:
    Oder bei Ensinger beraten lassen. Auf die Schnelle fand ich den Werkstoff der annähernd passt.

    Einfach die Suche http://www.ensinger-online.com/frames_neu/bf_db.htm benutzen