Beiträge von Paramedic_LU

    Ich hab da so ne Vermutung die ich aber noch nicht beweisen kann, und zwar dass es bauartbedingt am VR6-Konzept liegt.

    Alle anderen Motoren haben nicht so einen langen schlanken Trieb, der bis tief in den Sumpf reicht.
    Auch ist die Kettenlänge hier länger und kann leichter auf ein größeres Mass auflängen.

    Beispiel:

    1 Kettenglied längt bei 50000km genau 0,01mm
    Hab ich 200 Glieder, längt die Kette weniger als bei 300 Gliedern.

    Also das könnte 1 Grund sein.
    Dann die Geometrie und Anordnung der Spanner.
    Bei so einem langen Weg wie auf der rechten Seite ( wo Schraubenspanner ist), hat man bei Lastwechseln unglaublich große schwellende Belastungen auf der Kette.

    Sieht man ja im Radkastenvideo
    Vor Reparatur
    deutlich gegen Ende des Videos wo ich kurze Gasstöße gebe, was da der Motor an Weg im Motorlager macht.
    Die Belastung / Zugschwell, geht voll auf die Kette. Sie steht voll auf Zugbeanspruchung. Ganz fast am Ende des Videos, hörst Du deutlich das Nachlaufen und sich fangen der Kette, da wo ich schlagartig vom Gas gehe. Quasi eine schlagartige Entlastung der schwellenden Beanspruchung der Kette.

    Hinzu kann leichte Torsion kommen wenn am Nockenwellenversteller was nicht stimmt.

    Also die Hauptursache dass der VR6 so betroffen ist, sehe ich am Konstruktionsprinzip des VR6-Motor

    Ich versuch mal Innerei-Bilder von BMW und Benz Motoren mit Kettentrieb zu besorgen wie die aufgebaut sind

    Edit zum Video:
    Gasstöße bei 1:40 Minute
    Entlastung bei ca 1:58 Min

    Oja, man soll das in der Tat nicht unterschätzen.
    Ich erinner mich da geradezu gern an ein Schlüsselerlebnis, während meiner Zeit in der Bauteilakustik.

    Zielvorgabe war es damals, das Geräuschniveau des Jaguar XJS V8 mit neuem Kunststoffansaugrohr, auf das Niveau von Aluminium, oder darunter zu drücken.
    Es wurden verschiedene Saugrohrvarianten aus PA66 erstellt und die galt es nun im realen Betrieb mittels Motorhochlauf akustisch zu vermessen.

    Zuerst den Originalzustand mit Alusaugrohr.
    Dann bauten wir auf die Variante mit Kunststoff um.
    Motor gestartet,,,,utz utz utz...nach großem Gejuckel war der Motor aus und alles stank nach Sprit.

    WTF ??? Kerze

    Saugrohr abmontiert, da sahen wir Bescherung. Alle Zylinder standen voller Sprit. Natürlich war der auch ins Ö. Das war nun so dünn wie Wasser.
    Also Motor trockenlegen, Öwechsel. Das ganze von Vorne

    Motor an,,,,Juckel-Juckel, Spritgestank, Motor aus.
    Altes Lied. An was lag es?

    Die Lösung war so einfach und doch schwer.
    Wir sahen uns die Düsensitze im Saugrohr an. Da wo die Einspritzdüsen drinsitzen.
    Da war die Oberfläche nicht glatt genug und es waren vereinzelt Glasfasern auf der Oberfläche. Teils traten sie stumpf aus dem Kunststoff.

    Beim Alusaugrohr hat man ein Gusskörper, der bearbeitet wird. Das heisst die Sitze für die Düsen werden mittels Fräsen nachgearbeitet und sind hiermit sehr glatt.

    Beim Kunststoffsaugrohr wird flüssiger Kunststoff in die Spritzform gepresst. Nach dem Entformen gibt es keinen weiteren Bearbeitungsschritt. Mit ein Grund für den Einsatz von Kunststoff. Und daran lag es. Durch ungleichmäßigen Fluß der Schmelze traten Glasfasern nach Außen.

    Drückte man nun die Einspritzdüsen in den Sitz, wurde der O-Ring der abdichtet, beschädigt. Es dichtete nicht richtig ab, es gab Fehldruck und die Düse spritzte ständig Sprit ein ohne zu takten.

    Die Lösung war bei den weiteren Prototypen das nachbearbeiten der Sitze mit feinem Schmirgel und einfetten mit Vaseline. Nun gings. Der O-Ring flutschte ohne beschädigt zu werden in den Sitz.

    Kleine Ursache, große Wirkung

    Ja das war ja damals fertigungstechnisch schlecht gelöst.
    Es gibt aber sehr gute Legierungen, und wenn man das gescheit konstruiert und nicht Schmalhans Küchenmeister ist :)
    ist das besser als der Glasfaser-Kunststoff-Krempel

    Ich sah mal ein Rohrbogen aus der Polyamidfabrik, wo das PA66-Granulat durchfloß, die Wand war komplett abrasiv verschlissen. Die dünnste Stelle hatte nur noch 2 Zehntel Stahl. Von ursprünglich 6 mm.
    So aggressiv sind Glasfasern

    Eine Zuschrift via Email erreichte mich vor kurzem.
    Eventuell passen diese Anzeichen zu einem hier bekannten Problem beim DSG. Bzw. erkennt jemand die gleichen Symptome.

    Oft wird ja das ein und selbe Problem von verschiedenen Leuten unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert.
    Das beste Beispiel sei hier das KLOPFEN des Zweimassenschwungrad. Beim einen klopft es, der andere sagt es vibriert, ein anderer bezeichnet es als Ruckler.


    Hier nun also die Zuschrift.

    Habe einen 3.2 DSG Sportback, 1. Inverkehrssetzung 04/2005, ca. 61'000 Km. Habe diesen zum 60'000 Km Service gebracht und gleichzeitig die Garage gebeten, herauszufinden, weshalb der Wagen komische Geräusche macht.

    Die Geräusche wurden übrigens sehr gut von Timbob2k im Motor Talk Forum beschrieben (http://www.motor-talk.de/forum/seltsame…ht#post13717289):

    "Wenn ich den Motor starte ist vor allem wenn es draußen kalt ist ein leichtes "rattern" zu höhren. Als ob zwei Zahnräder nicht perfekt greifen. Dann wenn ich los fahre tritt versetzt zur eigentlichen Drehzahl ein Geräusch auf, dass sich anhört wie ein elektromotor der ebenfalls hoch dreht, jedoch ca. 1 Sekunde verzögert. Ist schwer zu beschreiben, klingt wie der Motor eines ferngesteuerten Elektroautos. Wenn ich den Wagen ausdrehe hört man in der "Schaltpause" (ja, steinigt mich für das Wort in Zusammenhang mit DSG :D ) das Geräusch, als ob besagter anderer Motor weiter dreht.

    Dann kommt noch ein surren dazu, wenn der Wagen nur mit Standgas fährt."

    Bei mir hat das auch so angefangen, habe damals aber noch keinen Verdacht geschöpft. Die Geräusche wurden dann immer lauter, so dass ich schlussendlich den Wagen durch eine Audi Garage untersuchen liess. Ergebnis ist, dass anscheinend ein Lager im Differenzial defekt ist. Ergebnis ist, dass das komplette Getriebe getauscht werden muss (kann das eigentlich nicht einfach repariert werden?). Timbob2k hatte genau das gleiche Problem, allerdings wurde bei ihm das Getriebe noch auf Garantie gewechselt, bei mir erklärte sich Audi lediglich noch bereit, 70% der Materialkosten zu übernehmen, weil die 2-jährige Werksgarantie abgelaufen war. Als Ergebnis müsste ich nun Kosten von rund EUR 2'100 selber übernehmen. Offensichtlich handelt es sich nicht um ein Einzelproblem, Timbob2k meinte sogar, dass das getauschte Getriebe bei ihm bereits wieder die gleichen Geräusche macht.

    Werde mal ein bisschen weiter suchen und allenfalls auch einen neuen Thread eröffnen um herauszufinden, ob andere Audi-Fahrer auch hiervon betroffen sind.

    Gruss, Gian-Reto

    Noch mal zum Thema und wie unkonsequent Politiker sind.

    Vergessen ist Nokia. Nichts liest man mehr.
    Zeitgleich verkauft Siemens eine sparte und kündigt fast 4000 Mitarbeitern.
    Heute gibt BMW bekannt 8000 Stellen zu streichen.

    Wo ist er der Herr Struck und Co?
    Gibt er seinen BMW ab?
    Wirft er sein GiGa-Set Telefon weg?

    Nein !!!
    Alles nur Show, und Siemens und BMW sind genauso gut und schlecht wie Nokia. Alles die gleichen Strahmer wie man in der Palz sacht :)