So jetzt hab ich mehr Zeit.
Ich geb Dir da voll recht. Was da zur Zeit abgeht ist echt schlimm.
Persönlich bin ich ja selbst betroffen, und derzeit gibt es:
- neue Steuerketten
- neue Laufschienen
- neue Kettenspanner
- neue NW-Sensoren
- neues Zweimassenschwungrad (das alte ist überhitzt)
- neue Kupplung
- neuer Kühler
und das bei 86000 km
Früher sagte man, ein Sechszylinder bekommt man nicht klein....nunja...
Persönlich find ich es nicht mal so schlimm, dass er was hat. Sondern die Hintergründe finde schlimm, wie mit so was umgegangen wird. In Bezug auf das ZMS wird spätestens mit Veröffentlichung vom Urteil von Vasquez ans Tageslicht kommen was im Hintergrund geschieht. Da weiss man mehr als man zugibt. Desweiteren untragbar, ist der Zustand, dass man als Kunde auf unfähige Audi-Partner angewiesen ist und Ihnen gnadenlos ausgeliefert ist. Sieht man ja an meinem Fall. Im Analysezentrum ist eine taube Nuß Meister und sagt, ich hätte laufzeitbedingte motorseitige Klangveränderungen die normal seien. Aufgrund dieser Aussage, muß Ingolstadt eine Reparatur auf Garantie/Versicherung/Kulanz ablehnen. Sie würden ja einen „gesunden“ Motor „reparieren“ was nicht sein kann.
Die Folge: Der Kunde steht als Hypochonder da, und wird als lästig empfunden. Das schlimme daran ist, hätte sich der Typ an die Diagnoseanleitung der Audi AG Schritt für Schritt gehalten, hätte er den Defekt in weniger als 30 Minuten analysiert und bestätigt gehabt.
Das es anders geht sieht man am Audizentrum Frankfurt Ost.
Freitag hingefahren, Fehler innerhalb weniger Minuten erkannt und bestätigt, Deckungszusage geholt der Versicherung, Teile bestellt, Leihwagen organisiert ( Audi A6 3.0 TDI ), Termin gleich für Montag. Mittwoch war Motor schon wieder eingebaut. Während der Reparatur der Ketten erkannte man weitere defekte Teile. Auflistung siehe oben.
So sollte es sein.
Wie sagte mein Kommandeur bei der Bundeswehr immer?
Leute wenn ihr Scheisse macht, dann Scheisse mit Schwung !!!
Was will ich damit sagen?
Wenn man als Hersteller Fehler fabriziert, und diese dann auch kennt, muß man die Größe haben dazu zu stehen. Das ist besser als die Leute anzulügen oder teils abzuzocken.
Schwerwiegenderweise haben die meiner Meinung nach auch fast nur „Unwissende“ Call-Agents in der Betreuung. So kam es mir vor zumindest. Leute die mal Kaufmann oder weiss ich was lernten und nun über Kulanzen zu entscheiden haben. Ich will niemand verurteilen oder beleidigen, aber der Typ der mich fast 1 Jahr „betreute“ war meinem Eindruck nach ein Jungspund mit kaufmännischer Ausbildung , und brillianter, guter rhetorischer Schulung. Von Motoren hatte er keine Ahnung, das klärte sich nach den ersten 5 Minuten im Telefonat.
An so eine sensible Stelle gehören Fachleute, die etwas einschätzen können und auch mal den Mumm haben was frei zu entscheiden.
Fazit:
Hat mein Auto ein Defekt, auch wenn er größer ist wie gerade eben, und ich aber anstandslos eine gute Schadensabwicklung erhalte, so regt mich das kaum auf.
Stellt man mich aber als Dumm oder Hypochonder hin, so bin ich verärgert und ziehe meine Konsequenzen daraus.
Und letzteres wird es in Zukunft bei dem Konzern bei seinen Kunden leider öfters geben. Die größere Schuld seh ich noch beim Händler. Er muss Sorge tragen, dass seine Leute engagiert bei der Sache sind und ständig weitergebildet werden.
Jetzt bin ich komplett vom Thema abgeschweift.......
