So, jetzt geh ich mal noch zum Thema Steuerketten-News ein.
Ist ganz interessant was da wohl sich entwickelt.
Da muss ich etwas zurückgehen in der Zeit.
Wir hatten ja recht viele 3.2er Ketten vermessen lassen, mit dem Ergebnis, das die meisten noch alle in der Toleranz lagen, wo der Hersteller sie für noch einsetzbar erklären müßte, würde er vom Konzern gefragt werden.
Das betrifft die Längung. Zusätzlich gibts ja noch das Profil. Das ist bei ner neuen Kette gleichmäßig und liegt um den Nullpunkt. Die gemessenen Ketten waren hier etwas unregelmäßig und vom Nullpunkt entweder in den positiven oder negativen Bereich verschoben.
Hinzukam vor 2 Jahren, dass ich mir viele Nockenwellenversteller der 1.4er anschauen konnte die ich öffnete. Dank hierfür an unsere 1.4 Fahrer hier, die mich mit Teilen versorgten.
Was mir da auffiel, schrieb ich vor gut 2 Jahren im Sommer. Hatte auch Bilder dazu gepostet.
Im Innern fand ich teils Öllack und/oder Ölkohlepartikel. Ähnlich dem Gekriesel von Kaffeesatz(Pulver) im Filter einer alten Kaffeemaschine.
Zusätzlich fand ich Anschlagspuren am Gehäuseinnern, dort wo der innere Rotor läuft. Dieser musste wohl am Gehäuse anschlagen, und das gibt dann ja ein metallisches Geräusch.
Vom NWV gibts viele Varianten. Die ersten hatten noch O-Ringe die undicht wurden. Neuere haben keine mehr.
Dann gabs ne Zeit wo zumindest beim A3 die Steuergehäuse mit den Steuerventilen defekt gingen, und getauscht werden müssen. Was sehr teuer ist.
Die NWV ansich können eigentlich nicht kaputtgehen. Das sind nur gefräste/gedrehte Stahlbrocken. Mit Ausnahme des Mechanismus des Rastbolzens.
Wie kommt ÖLkohle in die Versteller?
Man benötigt schlechtes Öl und/oder lange Intervalle.
Bauartbedingt ist die Durchströmung der Versteller zu klein. Zu wenig Öl pro Zeiteinheit, was durchfliesst. Somit kann sich in heissen Ecken der Versteller auf Grund des geringen Durchflusses Ölkohle ausbilden. Diese kann folgende Teile negativ beeinflussen bzw. schädigen:
- Rastbolzen
- Steuergehäuse
- Steuerventil
- Dichtung
- Lauffläche des Rotors
Am Grund des Verstellers sah man Schleifspuren. Hier waren wohl harte Partikel unter dem Rotor die Ursache.
Dies alles führt zur Funktionsbeeinträchtigung:
Man kann sich das jetzt wie ein Hydropulser vorstellen. Dies ist ein servo-hydraulischer Zylinder , mit dem man u.a Dauerprüfungen an Bauteilen durchführt.
Man gibt eine Sollkurve vor, und der Zylinder muss sich allerdings einige Hübe darauf einregeln. Er fährt erst mal drunter und schaut wo er liegt. Dann regelt die Software den Regelwert höher. Irgendwann gibt es Überschwinger, und dann erst kommt die saubere Regelung auf dem Sollwert.
Hier würde das bedeuten, wenn was gestölrt ist, dass er nicht problemlos auf Soll kommt. Also gibt er Dampf, dann schlägt der Rotor am Gehäuse an. Und wir hören das uns bekannte metallische "Kettenklackern"
Jetzt ein zweiter Schnitt
Vor ein paar Wochen lernte ich den Geschäftsführer von Bedi Lambda Deutschland kennen. Der wohnt 2 Orte weiter.
Bei Audi ist das Bedi/Lambda System anerkannt, und nur dieses Verfahren und Mittel ist zertifiziert und geprüft, um Verkokungen der Motoren zu lösen (Ventile, Injektoren, Ansaugbereiche)
Das sind die Otto und Diesel-Reiniger, und das Lanzensystem.
Nun haben die aber auch hochwirksame Ölspüler im Programm.
Er meinte damit bekommt man hartnäckigste Verunreinigungen weg.
Angesprochen auf unser Kettenproblem, war er auch der Meinung, dass es die NWV sein könnten, und wenn beeinträchtigt, es mit 1-2 oder mehr Behandlungen weggehen sollte.
Gesagt getan.
Im A3 Forum gab es dann ein Fahrer der einen rasselnden VR6 mit den typischen Kettenschaden Anzeichen hatte. Er stand kurz vor der Reparatur.
Er wollte das Risiko eingehn. Notfalls waren halt nur 30 Euro für den Primer weg. Bestenfalls hatte er ne Besserung.
Und tatsächlich besserte es sich.
Link: Schleichende Längung der Steuerkette beim Audi A3 VR6 3.2 Liter Motor
Geräusche kaum mehr da. Messwertblöcke verbessert.
Da der NWV von Bewegung lebt, wäre es ratsam, ca. 30km vorm Ölwechsel den Primer einzufüllen (vorher natürlich 500ml Altöl absaugen). Dann ganz normal fahren. Gasgeben, Verzögern, auch mal Autobahn. Aber keine Vollgasfahrten, oder Fahrten in Begrenzernähe. Ganz normal halt.
Dann heiss das Öl ablassen, dass alles rauskommt, und den Filter tauschen. Dann gutes Öl rein.
Eventuell beim nächsten Ölwechselintervall nochmals.
Mittlerweile gibts noch 2 Fahrer die das Mittel getestet haben, und eine Besserung feststellen konnten.
Es könnte also tatsächlich sein, dass die Theorie der NWV als Ursache unseres Kettenproblemes von vor 2 Jahren sich demnächst bestätigen könnte.
Andere Ölschlammspüler brachten diesen Effekt bisher nicht so.
Es bleibt spannend und ich bleib am Thema dran
Den Lamda OIL Primer gibt es übrigens jetzt auch exclusiv bei uns im A3Q-ÖLshop unter: http://www.a3q-oelshop.de/epages/6300381…Products/LOP500
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