Beiträge von Paramedic_LU

    Ich hatte jetzt 5 Tage den VW Up, in der Zeit, wo der Blaue in Neckarsulm zur Lackausbesserung war.

    Der "Kleine" ist recht groß.
    Besonders wenn man in ihm Platz nimmt.
    Von Aussen ist das bis zum Heck auch, allerdings beschneidet ihn das gerade abfallende Heck sehr.
    Der Kofferraum wirkt von Aussen sehr Mini.
    Aber ich muss sagen, dadurch dass der Ladeboden sehr tief ist, bekommt man doch sehr viel rein.
    Meine täglichen Öllieferungen zum Postamt meisterte der UP ohne Probleme. :thumbup:

    Das Sitzen ist etwas höher. Das erweckt den Eindruck eines größeren Autos.
    Die Sitze aus einer Lehne mit angeformter Kopfstütze schauen gut aus, allerdings fand ich sie viel zu weich.
    Was mich besonders störte war aus meiner Sitzposition aus gesehen zum einen der Sicherheitsgurt. Den konnte ich kaum greifen, geschweige denn immer blind ins Schloß stecken, hier musste ich immer nachschauen und rumfuscheln. Meist steckte ich es zwischen Gurtzunge und Sitz oder Mittelkonsole.

    Ebenso fand ich im Dunklen nicht immer auf einen Griff den Türöffner.

    Die Klimabedienung fand ich ohne Anleitung zu lesen etwas schwierig zu bedienen.
    Dienstag Morgen, Nebel und feucht-kaltes Wetter. Trotz eingeschalter Klima beschlägt plötzlich schlagartig der Innenraum, so dass ein Fahren sehr heikel wurde. Also öffnete ich das Fenster. Es dauerte einige Zeit bis alles so eingestellt war dass ein Beschlagen verhindert wurde.
    Ansonsten aber war der VW Up immer schnell warm nach einem morgendlichen Kaltstart.

    Das Fahren überraschte. Es war der 2-Zylinder Motor.
    Wenn man die Gänge immer gut hochzieht ist man eigentlich recht flott unterwegs.
    Wobei ich das Anfahren etwas quälend empfand. Besser ging er wenn er mal schon so bei 50-60km/h rollte und man daraus hochbeschleunigte.

    Die Probe aufs Example kam gleich nach dem Erstbesteigen, Montagabend. Die Fahrt gegen Abend auf der A6 von Heilbronn nach Speyer.
    Vom Verkehr her schwamm man bei ca 120-140km/h mit. Kam ein schnellerer von hinten ging man rechts rüber. Das erneute einfädeln auf die Linke Spur, wenn vorne rechts vor einem ein LKW war, bedeutete allerdings etwas große Vorraussicht und geplantes Überholen. Denn man muss gut 1 Gang zurückschalten und ihn fast bis zum Begrenzer ausfahren.
    Auf dem dreispurigen Abschnitt bekam ich ihn dennoch auf gute 180 nach Tacho.
    Im Laufe der 5 Tage ging der bestimmt besser als zum Zeitpunkt der Abholung.

    Im Innern ist es nicht so leise wie im A3. Für die Fahrzeugklasse aber dennoch sehr ruhig.
    Die Verarbeitung war gut. Die Materialien recht wertig. Es knarzte nix.
    Im Display könnten mehr Anzeigen sein als der Tacho. Drehzahlmesser wäre wünschenswert.
    Die Tankanzeige war anfangs träge, dann lief der Balken immer schneller ab.

    Für 344km insgesamt, brauchte ich 7,8 Liter auf 100km im Schnitt. 95 Oktan-Sprit.
    Ich fuhr den aber immer quasi ein Gang tiefer und drehte lange aus. Von daher auch in Anbetracht der 2 Autobahnetappen von je 82km ein doch guter Wert.

    Insgesamt ein nettes schnuckliges Gefährt, an das man sich für den Alltag (Fahrt zur Arbeit, Post) gewöhnen kann.
    Das Parken fällt überall leicht.
    Auch kurze Autobahnfahrten sind eigentlich kein Problem.
    Für längere wollt ich dann den A3.

    Für mich war der VW Up für 5 Tage ein guter Ersatz für den A3.
    Er rasselte für mein Ohr gesehen aber sehr stark ^^

    Ja das lernte ich jetzt auch. Das Finish ist das wichtigste eigentlich. Das erzählte mir ja schon holzgewehr.
    Unglaublich was man da rausholen kann.
    Ich bin da wohl etwas altmodisch gestrickt, aber eigentlich setze ich ein gescheites Finish bei einem Lackierauftrag vorraus.
    Kann ja nicht angehn, dass man Wellen und Lacknebel für teures Geld erhält.

    Aber bei internen Aktionen liegt das wieder am Geld. Das Werk zahlt den Lackereien nicht genug. Schon irgendwie verständlich dass sie schauen müssen wo sie bleiben.
    Meiner Meinung nach sollte man dies aber dem Kunden sagen, dass hier nur 70% vom Werk an den ausführenden Betrieb gezahlt wird.

    Wie es bei nem Privatauftrag aussieht. Keine Ahnung.
    Aber ich wär gern bereit, wenn ich dies wüsste, etwas mehr zu zahlen und eine Top Qualität zu bekommen.

    Ich kann ja auch keinen operieren, und einfach zunähen und gut ist. Und wer keine Narbe will, der muss halt extra Geld zahlen, nur weil ich als Arzt von der Kasse die Wund und Narbenheilung nicht voll erstattet kriege.

    Naja der Fall ist für mich jetzt quasi geschlossen.

    Wenn besser Wetter ist, wird der MMI-Adapter noch eingebaut, die neuen S3-Spiegel verbaut.
    Die Verkleidungen welche mir das Audi Haus Auto Klein schickte werden auch noch eingebaut. Dann wars das.

    Dann geht ein riesiger Bericht inklusive Daten/Bilder DVD an entsprechende Stelle nach Ingolstadt. Dass die auch wissen wie es um Audi Mühlenberg Oppau steht.

    Den Blauen hab ich dann eben erst mal in den Winterschlaf geschickt.

    Da Audi Mühlenberg Oppau mein Auto im Zuge von der Rostaktion, ruinierte was den Lack angeht, kam er zur Nachbesserung in einen Fachbetrieb.
    Unter anderem stand auf der Too-Doo-Liste das Entfernen von Klarlacknebel auf den Scheinwerfergläsern, sowie Heckleuchten.
    Rost an der Tür

    Das machten die auch sehr perfekt. Die Scheiben vorne waren schon ohne Sprühnebel matt und rauh genug durch Steinschläge im Laufe der 10 Jahre.
    Jetzt sind die wieder aus jedem Winkel klar und die Oberfläche viel glatter als vorher. Das sah ich ja schon bei der Übergabe.

    Umso größer der AHA-Effekt als ich heimfuhr.
    Der Unterschied war wirklich wie Tag und Nacht. Das Licht viel heller als vorher.
    Also sowas kann im Sinne der Sehverhältnisse und Sicherheit schon nützlich sein.

    Nur mal als Tip