Beiträge von Paramedic_LU

    Quelle: ACE PRESSESERVICE


    Stuttgart (ACE) 5. Oktober 2011

    – Runderneuerte M&S-Reifen können mit teils überraschend guten Fahreigenschaften auf verschneiter Fahrbahn durchaus überzeugen, doch wenn die Straße trocken ist oder nass, werden die Schwächen dieser Reifen spürbar. Besonders in punkto Sicherheit und Wirtschaftlichkeit treten gewisse Defizite deutlich zu Tage. Zu diesem Ergebnis kommt der ACE Auto Club Europa nach einem Test von Recycling-Reifen der Kategorie M&S, deren Laufflächen und Seitenwände industriell erneuert worden sind. Der Club hatte gemeinsam mit der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) drei verschiedene Profile in der Dimension 195/65 R 15 der gleichen Testprozedur unterzogen, wie sie bei vollkommen neuen Winterreifen üblich ist.
    Die Tester von ACE und GTÜ bemängelten bei trockener beziehungsweise nasser Fahrbahn unter anderem einen um bis zu zehn Metern längeren Bremsweg im Vergleich zu herkömmlichen Neureifen. Akzeptabel sind nach Meinung der Experten solche Reifen nur für solche Fahrer, die das Risiko eines verlängerten Bremswegs durch einen betont vorsichtigen, moderaten Fahrstil von vornherein zu kompensieren verstehen.

    Angekreidet wurde den Recycling-Reifen aber auch unausgewogenes Fahrverhalten und einen erhöhten Rollwiderstand, der laut ACE die Spritkosten hoch treiben und den Reifenverschleiß deutlich beschleunigen kann.
    Wer dies beim Reifenkauf unberücksichtigt lässt, ärgert sich womöglich, dass das erhoffte Preisschnäppchen sich ins Gegenteil verkehrt. Runderneuerte Winterreifen kosten schließlich meist weniger als die Hälfte eines vollkommen neuen Reifensatzes. Positiver Lichtblick: Beim sogenannten Schnelllauftest – früher ein Manko bei den Runderneuerten - erwiesen sich die getesteten Fabrikate als voll tauglich.

    Der ACE teste folgende Recycling-Fabrikate:

    Ökon MS 790 v. Respa; Reifensatz: 176 Euro,
    (160 v. 250 Punkten und damit bedingt empfehlenswert)
    Ökon MS 830 v. Respa; Reifensatz: 212 Euro
    (139 v. 250 Punkten)
    Winter Ass 181 v. Rigdon; Reifensatz: 180 Euro
    (145 v. 250 Punkten)


    „Winterreifenpflicht“ vom Wetter abhängig
    Bei Eis- oder Reifglätte, Schneeglätte oder Schneematsch müssen Fahrzeuge mit M+S-Reifen („Matsch+Schnee“) fahren. Runderneuerte Winterreifen erfüllen diese Anforderung. Die in der Straßenverkehrsordnung (StVO) aufgeführte Pflicht ist allerdings wetterabhängig. Meldungen, wonach die „Winterreifenpflicht“ für einen bestimmten Zeitraum, etwa von Oktober bis Ostern, gilt, sind laut ACE falsch. Wer künftig bei Winterwetter und glatten Straßen mit Sommerreifen erwischt wird, muss seit dem Ende des vergangenen Jahres (04.12.2010) 40 Euro statt bisher 20 Euro bezahlen. Auch Winterreifen müssen mindestens eine Profiltiefe von 1,6 Millimeter aufweisen.

    Quelle: Audi Presseservice


    04.10.2011
    Audi-Pilot Martin Tomczyk ist DTM-Champion

    Mit einem dritten Platz beim vorletzten Saisonrennen in Valencia hat Martin Tomczyk seinen ersten Matchball verwandelt: Der 29 Jahre alte Rosenheimer ist DTM-Champion 2011 und feiert damit den größten Triumph seiner Motorsport-Karriere. Gleichzeitig ist es das erste Mal in der DTM-Geschichte, dass der Champion in einem sogenannten Jahreswagen sitzt.

    Valencia, 2. Oktober 2011, 15:16 Uhr, Zielgerade des Circuit de la Comunitat Valenciana: Martin Tomczyk ist angekommen am Ziel seiner Träume. Nach dem vorletzten Rennen der 2011er-Saison liegt der 29 Jahre alte Rosenheimer uneinholbar an der Spitze der Tabelle und steht damit schon vor dem Finale in Hockenheim als neuer Meister der populärsten internationalen Tourenwagenserie fest. Tomczyk ist Nachfolger des in die Formel 1 umgestiegenen Paul Di Resta und gehört mit dem größten Triumph seiner Karriere jetzt zum Champions-Club der DTM, in dem Stars wie Bernd Schneider, Mattias Ekström oder Timo Scheider bereits Mitglied sind.

    "Ich gratuliere Martin Tomczyk, seinem Team und der ganzen Audi-Mannschaft herzlich zu dieser großartigen Leistung. Die Fans erleben packende Duelle auf höchstem sportlichen Niveau und mit Martin einen absolut verdienten Champion der Saison 2011", sagt Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG. "Nach dem Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans und zahlreichen weiteren Siegen krönt dieser Titel schon jetzt ein erfolgreiches Audi-Motorsportjahr."

    Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich war ebenfalls begeistert: "Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich riesig für Martin. Er gehört schon seit elf Jahren zu unserer Audi-Familie in der DTM und hat in dieser Zeit viele Höhen und sicher auch Tiefen erlebt - doch den Kopf hat er nie hängen lassen, sondern ist besonders in dieser Saison als Leader vorausgegangen. Jetzt hat er sich und sein Team für die harte Arbeit und den Kampfgeist mit dem Titel belohnt. Dass Martin ein starker Rennfahrer und ein toller Kerl ist, wussten wir schon immer - jetzt ist er auch ein echter Champion."

    In der Motorsportszene gilt Martin Tomczyks Titelgewinn als Sensation - vor allem deshalb, weil der Deutsche in einem Audi A4 DTM des Jahrgangs 2008 unterwegs ist. Nach einem Jahrzehnt in einem Neuwagen des Audi Sport Team Abt Sportsline wechselte er vor der Saison in einen Jahreswagen des Audi Sport Team Phoenix. Und wo andere vielleicht zurückstecken würden, dreht Tomczyk erst so richtig auf: lernt die Namen aller Mechaniker vor dem ersten Treffen auswendig, organisiert eine Grillparty zum Kennenlernen, präsentiert sich von der ersten Sekunde an als Leader der gesamten Mannschaft. Der Kampfgeist zahlt sich aus: Die Chemie mit Teamchef Ernst Moser, seinem Renningenieur Jürgen Jungklaus und der ganzen Truppe aus der Eifel stimmt von der ersten Minute an. Und endet im kollektiven Freudentaumel. Es ist das erste Mal in der Geschichte der "neuen" DTM, dass der rund 25 Kilogramm schwere Meisterpokal an den Piloten eines Jahreswagens geht und die Fahrer der aktuelleren Modelle das Nachsehen haben. Auch deshalb gibt es wohl kaum jemanden im Fahrerlager, der dem sympathischen Bayern seinen Erfolg nicht von Herzen gönnt. Ohne Zweifel: Martin Tomczyk ist ein würdiger Meister.

    "Man sollte trotz der großen Herausforderung und Verantwortung in der DTM den Spaß nicht ganz vergessen", sagt Martin Tomczyk. Und lebt diesen Leitsatz an jedem Rennwochenende neu: Für seine Streiche, Späße und Witze ist der 1,88 Meter große Rennfahrer bei allen Teammitgliedern bekannt und beliebt. Gleichzeitig ist der Wechsel zwischen Spaß und absoluter Konzentration auch eines seiner größten Erfolgsgeheimnisse: Vor Qualifying und Rennen zieht Tomczyk sich in sich zurück, fährt mit geschlossenen Augen und tief in Gedanken jeden Meter der Rennstrecke ab, um dann die entscheidenden Hundertstel herauszuholen.

    Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg: Tomczyks Coolness und innere Ruhe abseits der Strecke. Mit seinem Bruder Tobias als engem Freund und Manager sowie seiner Lebensgefährtin Christina Surer hat der Familienmensch Tomczyk seine persönliche Wohlfühloase gefunden - zu Hause in Basel, wo das Paar mittlerweile lebt, ebenso wie im Fahrerlager zwischen Trainingssitzungen und technischen Meetings. Ob eine ausgefallene Anfrage des Fernsehens - vor dem Rennen in Valencia posierte Tomczyk mit weißem Anzug, Perücke und Plastik-Pelikan als Don Johnson - oder die gefühlte 1.000. Bitte um ein Autogramm - er bleibt freundlich und auf dem Boden. Was nicht heißt, dass Martin Tomczyk nicht genau weiß, was er will und für seine Meinung auch fair und offen einsteht. Er kann es sich erlauben, denn sein Wort hat Gewicht: Das Rennen in Valencia war Tomczyks 112. in der DTM - nur Timo Scheider und Mattias Ekström knacken im aktuellen Fahrerfeld diese Marke.

    Angefangen hat alles am 22. April 2001: Kaum ein neuer Fahrer in der DTM sorgte bei seinem Debüt für so viele hochgezogene Augenbrauen wie Martin Tomczyk. Mit gerade einmal 19 Jahren, damals jüngster DTM-Pilot aller Zeiten, und ohne eine einzige Rennrunde in einem Tourenwagen, kam er mit dem Privatteam Abt Sportsline in die DTM. Es dauerte nur ein paar Wochen, dann hatten sich alle Augenbrauen wieder gesenkt: Bei seinem dritten Rennen startete er aus der ersten Startreihe. Inzwischen ist Tomczyk längst einer der Routiniers. Angekommen privat und im Motorsport. Und an diesem 2. Oktober endlich auch am Ziel seiner Träume.

    Seltsam, Seltsam. Heut um 16 Uhr beim Reifenhändler warens noch 28°C. Das war in Hanhofen. Aktuell sinds 22°C und es gewittert.
    Für Donnerstag ist Regen angesagt und Kältesturz. Naja. Mal sehen. Samstag sind wir eh im Trockenen. Auto, Etappenziel 1 und 2, und im Hotel.
    Sonntag sollte schon trocken sein, da wir da die Beine vertreten ^^