Ich denke mal das die Herstellerangaben der Reifendrücke ja die Erwärmung bei Fahrt mit einbeziehen und somit die Vorgabe des Maximaldrucks im kalten Zustand entsprechend geringer angegeben wird. Nutzt man nun ein anderes Gas müsste man ja den Reifendruck erhöhen um auf den gleichen Zustand wie bei Luftbefüllung zu kommen. Somit denke ich ist es fast egal wie man es macht, natürlich ist dann die Warmfahrphase mit Luft gefüllten Reifen etwas länger aber das darf man sich nicht so krass vorstellen.
Ich fahre die Reifen meines Passat 235/40 18 mit dem für Vollast angegebenen Reifendruck. Dies sind 3,1/3,4 bar vorne/hinten, fahre ich die 1,1 Kilometer zur Autobahn und fahre dort auf, dann liegt der Druck bei der jetzigen Jahreszeit bereits bei 3,2-3,3/3,7-3,8 bar. Fahre ich von der Autobahn runter bleibt es etwa bei dem Druck, meist so 3,3/3,8 bar, auch dann ist meist erst die Öltemperatur gerade so auf 80 Grad, im Winter vielleicht knapp um die 70 Grad.
Gebe ich dem Passat die Sporen geht es auf 3,4/3,9 hoch ähnlich wie bei dem Kollegen der den gleichen Ausgangsdruck fährt:
http://www.motor-talk.de/bilder/wertung…i206161826.html
Mehr habe ich bisher noch nie gesehen.
Somit kann man sagen, dass wenn der Motor Betriebstemperatur hat und die Öltemperatur eine wärme erreicht hat wo man dann mal Gasgeben kann, sind die Reifen ebenfalls ausreichend ausfgeheizt. Das 0,1 °C macht den Kohl meiner Meinung nach nicht mehr fett. Natürlich dauert das Aufwärmen der Reifen im Winter länger aber auch die Öltemperatur braucht dafür etwas länger, somit gleicht sich das aus.
Ich gehe daher davon aus, dass der Hersteller den Reifendruck bei warmen Reifen so auf 3,3/3,8 bis 3,4/3,9 bar im warmen Zustand ausgelegt hat. Würde ich also nun ein Gas verwenden verfälsche ich diese Werte ja und müsste zunächst mal den für das Gas idealere Ausgangsdruck ermitteln. Dies für die Warmfahrphase zu erreichen, wo ich den Wagen eh nicht fordere, steht für mich in keinem Verhältnis oder ist aus meiner Sicht im Grunde nutzlos.