Ich selbst fahre ja "nur" 98 Oktan. Die Abstimmung war auch auf 98er Sprit und normal versuche ich wenn ich weitere Strecken fahre zwischendurch immer nur mal 102er zu tanken. Das habe ich aber schon länger nicht mehr. Dann kommt ja noch das defekte Flexrohr hinzu, ich bin mir nicht sicher ob dies alles Einfluss auf die Messwerte hatte. Wenn ich den Wagen zurück habe, ich hoffe das ist heute oder morgen, dann werde ich in der nächsten Zeit noch einmal ein Log fahren. Dann wird sich sehen ob es so bleibt oder sich etwas verändert. Mit Philipp war ich auch schon in Kontakt, er sagte, dass die Abstimmung recht fett sei und man eigentlich etwas nachregeln könnte. So wie es ist sollte aber nichts kaputt gehen, er verbraucht nur einfach mehr sagte er. Trotzdem würde ich gerne erst einmal die Reparatur der Hardware abwarten und dann schauen was passiert.
chris: Was meinst du mit Klopfregelung hoch geschrieben ist? Inwiefern wurde bei dir dort etwas verändert? Könntest du das näher erläutern?
hartzer: Das ist eine gute Idee, das probiere ich mal aus. Als ich das Set gebraucht gekauft habe, da war das SUV ja ebenfalls andersherum montiert. Normal hatte ich es gedreht da mir ja Anfangs vermeintlich Ladedruck fehlte, was ja aufgrund der Übersetzung gar nicht stimmte. a3.2quattro schrieb ja auch schon, dass es bei Kompiumbauten gar nicht so schlimm ist wenn die Ladedruckseite unten gegen die Feder drückt, denn so viel Ladedruck liegt beim Kompi ja gar nicht an (im Vergleich zum Turboumbau) und zudem kommt der gleich Druck ja auch von oben durch den Unterdruckschlauch was einen Gegendruck erzeugen sollte und immer dazu führen müsste, dass die Feder durch den Ladedruck gar nicht aufgedrückt werden kann. Das werde ich auf jeden Fall noch einmal ausprobieren, dies ist eine gute Idee, vielen Dank.
Tom: Wenn man die Diagramme von Flo oben mal anschaut, dann sieht man ja das die mittlere Einspritzzeit sich dem Luftmassenwert anpasst. Somit geht der Motor anscheinend auch davon aus, dass nicht mehr Ladedruck und somit nicht mehr Luftmasse anliegt und regelt auch die mittlere Einspritzzeit auf einem Niveau ein. Somit bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass nicht nur das VCDS an dieser Stelle die 364,08 g/s als Maximum anzeigen kann, sondern dass dies wirklich der maximale Wert ist, den der Motor an dieser Stelle verarbeiten kann.
Wir haben doch schon einmal festgestellt, dass die Luftmasse der 3,2er Fahrer mit NWT und vor allem der Kompifahrer nicht äquivalent zur Leistung ist, die rauskommt. Es gibt Turbofahrer die mit deutlich weniger Luftmasse unterwegs sind aber mehr Leistung haben. Somit gab es damals ja schon den Hinweis darauf, dass die gemessene Luftmasse bei unseren Kompiumbauten eher ein relativer Wert aber kein absoluter Wert ist. Damit kann man zwar Veränderungen an seinem Fahrzeug feststellen man kann meiner Meinung nach aber niemals sagen mit 360 g/s hat der Wagen eine Leistung von 350 PS oder so. Ich bin mir im Moment ziemlich sicher, dass die Kurve der Luftmasse beim Tuning künstlich beeinflusst wird, um an das Maximum der Luftmasse ran zu kommen, die der Motor messen kann. Warum man das so macht, da kann man nur Vermutungen anstellen. Vielleicht kann man mit diesem Vorgehen, dem Motor einfacher beibringen länger ein zu spritzen oder es greifen schneller die Schutzfunktionen oder oder oder,... Wirklich beantworten kann das sicherlich nur ein Tuner, wobei ich denke das die sich ja auch nicht in ihr Handwerk schauen lassen wollen, damit verdienen sie ja ihr Geld.
Wo ich mir aber ziemlich sicher bin ist das man anscheinend versucht die Luftmassenkurve derart zu verändern, dass man immer, egal wieviel Leistung man hat, an das messbare Maximum rankommt. Ich wette mit dir das jeder Kompifahrer, egal ob mir der kleinsten Stufe und 310 PS oder mit der größten Stufe und 430 PS die Luftmasse maximal zwischen 340 und 360 g/s streut. Diese Streuung liegt dann meiner Meinung nach auch nur an Messtoleranzen der Luftmassenmesser selbst. Misst einer nicht stabil genug bei um die 360 g/s, dann geht man eher etwas weiter runter, um vernünftige Werte zu erhalten, also z.B. auf 350 g/s. Mit dem Absenken erhält man dann nur leider auch einen Tick weniger Leistung (wahrscheinlich).
Nur mit dem Hintergrund macht es Sinn, dass unsere beiden Fahrzeuge fast identische Luftmassenwerte bei unterschiedlicher Leistung haben. Zudem ergibt sich auch damit ein Sinn, warum durch meine Veränderung des Ansaugwegs sich die Einspritzzeit so extrem verändert hat und der Wagen auf einmal viel fetter läuft. Normal sollte der Motor damit ja umgehen können, wenn die Luftmasse mal etwas höher oder mal etwas niedriger ist. Durch die Veränderung der Linearität (oder exponentiellen Kurve) durch einen Korrekturfaktor, passt halt obenrum bei mehr oder weniger gemessener Luftmasse der Einspritzwert nicht mehr zusammen. Denn genau diese Abstimmung ist aus meiner Sicht das was dann bei einer Kompiabstimmung vor Ort beim Tuner gemacht wird, um dies auf den exakten Luftmassenwert ein zu stellen, den man versucht so nah wie möglich ans messbare Maximum ran zu bekommen. Und alleine damit ergibt sich auch der Sinn, warum die Kompis bei hohen Temperaturen deutlich Defekt gefährdeter sind, denn die Luftmassenkurve ist im Sommer geringer, womit sich der Korrekturfaktor anders auswirkt und die Einspritzmenge nicht mehr perfekt zur Luftmasse passt.
Dies ist eine rein persönliche Hypothese und hat natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit, ich denke aber wenn man 1 und 1 bei all den Dingen in letzter Zeit zusammenzählt kann es eigentlich nur so sein. Na wie auch immer,..., mein Roman ist damit erst einmal beendet. 
Als nächstes wird also das mit dem SUV ausprobiert und ich hoffe das ich heute noch einmal eine kleine Runde mit meinem A3 mit neuen Flexrohren machen kann und dann hoffentlich kein rascheln/zischen mehr hört.
Das defekte Flexrohr ist im ausgebauten Zustand noch nicht einmal als defekt zu erkennen. Es sind beide Flexrohre recht schwarz und nicht so schön silbrig/grau wie beim Einbau aber das schiebe ich mal auf die Hitzeeinwirkung da oben. Wenn man sich das Flexrohr aber von Außen anschaut sieht es tadellos aus. Kein defekt oder irgend etwas zu erkennen. Da hätte ich mich persönlich bei der Suche echt schwer getan, aus dem Grund bin ich schon einmal froh, dass ausnahmsweise doch mal eine Werkstatt ran durfte, da die doch bessere Möglichkeiten haben so etwas zu prüfen.
Nimmt man das Flexrohr in die Hand und bewegt es hin und her, dann vernimmt man ein deutliches knirschen und rascheln. Der Meister meinte das man daran hört, dass der Flexteil unterhalb des äußeren Gewebes defekt ist. Normal sollte dies überhaupt keine Geräusche verursachen. Vorschlag der Werkstatt waren kürzere Flexrohre zu verwenden also welche mit einem kürzeren Flextreil. Dies wird nun gemacht und damit also der nächste Versuch gestartet. Diesmal kommen Flextreile von HJS zum Einsatz, die schon im ausgebauten Zustand einen deutlich stabileren Eindruck machen. Ich bin gespannt wie das Ergebnis sein wird.
Grüße,
quattrofever