Jetzt komm ich auch endlich mal dazu, was zu schreiben... 
Vorweg erstmal vielen Dank an Para für die Einladung und den tollen Tag in Neckasulm, den wir natürlich auch den beteiligten Organisatoren zu verdanken haben. Schade, dass es nicht auch noch der 100ste Besuch im Forum war. Das wär noch die Krönung gewesen. 
Was ich auch am Wochenende noch vergessen habe: Ich wünsche dem Roten allzeit gute und knitterfreie Fahrt. Auf das nicht mehr Falten reinkommen als sich das die Designer so gedacht haben.
Der Wagen ist nämlich so wie er ist richtig chic. Eigentlich müssen immer 2 Piloten an Bord sein. Einer fürs Steuer, der andere bedient die Bordelektronik und tunt die Assistentenparade. Ist ja schon eine ganze Menge, was da den Piloten unterstützt. Am Sonntag hatten wir ja auf der Fahrt nach Bad Kissingen reichlich Zeit, den Motor einzufahren und auch die Assis auszuprobieren. Grundsätzlich haben sie mir alle gut gefallen und sie haben auch alle eigentlich so funktioniert, wie ich das erwartet hätte.
Da sind ja so viele Helferlein: ACC, Lane Assist, Side Assist, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung und und und... Die alle zu aufzuführen ist schon Seitenfüllend! 
Bei allen Assistenten gilt: Kann man nehmen, muß man aber nicht. Man ist ja bislang ohne ausgekommen, warum dann sowas mit reinkonfigurieren?
Antwort: Weil mans kann. Und weils das fahren bequemer macht. Insbesondere dann, wenn man viel und vor allem lange Strecken fährt.
Der Fernlichtassistent ist, finde ich, ganz nützlich. Er reagiert in den meisten Fällen richtig - so wie der Fahrer auch schalten würde. 100% klappts nicht, es kann dann doch schon einmal vorkommen, dass jemand gegenüber aufblinkt. Dann ist man als Fahrer erstmal überfordert, weil man das Fernlicht mit Assi nur einschaltet und danach nicht mehr dran denkt. Bis man dann ausgeschaltet hat, ist der Gegenverkehr vorbei...
Lane Assist warnt bei überschreiten der Seitenlinie durch Vibration im Lenkrad. Und greift auch in die Lenkung mit ein und lenkt ganz behutsam in die Kurve ein. Es ist nur so viel, dass man es gerade so bemerkt, sich aber nicht ins Lenkrad gegriffen fühlt. Auf der Autobahn funktioniert das ganz gut, auf Landstrassen... Naja. da möchte ich rechts eh nicht ausprobieren und der Mittelstreifen ist auf leerer Strasse, insbesondere dann wenn sie kurvig ist, eh nur eine Richtlinie. 
Side Assist signalisiert ein Fahrzeug im toten Winkel. Dazu sind orange LED's auf der Innenseite der Aussenspiegel, die ins Auto leuchten. Es hilft einerseits überholende Fahrzeuge anzuzeigen, wenn man auf der Autobahn z.B. auf die linke Spur wechseln will, da aber schon einer ist, den man vorher im Spiegel nicht registriert hat. Andere Möglichkeit: Nach dem Überholvorgang erkennt man dadurch gut, wann man am überholten Fahrzeug vorbei ist und kann dann einscheren. Der Assistent funktionierte ganz gut, mir sind jedenfalls, während ich gefahren bin (waren immerhin auch gut 300km) keine falschanzeigen aufgefallen.
Die Verkehrszeichenerkennung funktionierte auch ganz gut. Man darf sich da keine Wunderdinge erwarten, denn Schnee auf den Schildern kann man nicht wegzaubern.
Wir hatten ja auf der Fahrt gleich mal Bedingungen, die die Grenzen der Erkennung aufzeigen. Das Auge kann die Unterschiede noch erkennen, die Kamera und dann die verarbeitende Software aber nicht - bzw. ist sie sich der Sache dann nicht sicher. Wenn ein Schild erkannt wird, war das aber auch richtig. Die Anzeige erfolgt ins FIS. Wenn man sich also nicht sicher war, wie schnell man fahren darf oder ob man gerade ein Schild verpasst hat, dann hilft einem die Erkennung in den meisten Fällen (auch im dunkeln) weiter. Eine Übergabe des erkannten Wertes an das ACC erfolgt aber nicht. Das hätte ich dann noch geniale gefunden.
Das ACC (Active Cruise Control) ist im Prinzip ein Tempomat mit aktiver Geschwindigkeitsregelung. Man wählt eine Geschwindigkeit vor und diese wird gehalten, bis ein Hindernis auftaucht. Dann leitet ACC eine Verzögerung ein. Je nach Geschwindigkeitsdifferenz kann das dann eine Vollbremsung sein und bei Automatikgetriebe wird auch bis zum Stillstand gebremst. Bei Paras Handschalter wohl nur bis 30 km/h, darunter deaktiviert sich das ACC. Es gibt auch zwei verschiedene ACC (laut Bordbuch, dass ich ja 3 Stunden gelesen habe... :D). Standardregelgeschwindigkeiten sind 30-150km/h. Bei ACC aus dem Assistenzpaket geht die Regelung bis 200km/h.
Fährt man auf der Autobahn auf ein Fahrzeug vor sich auf, verzögert ACC und gleicht die Geschwindigkeit dem Vordermann an. Mit einem Hebel auf dem Lenkstockschalter kann man den Abstand einregeln. Ich bin auf den weiteren Entfernungen geblieben, da ich Para nicht böse machen wollte. Schließlich wollte ich ja nicht gleich dicken Steinschlag riskieren (obwohl wir den schon auf der Scheibe gehört haben).
Das ist schon cool, das Ganze. Aber: es hat zwei Haken. Erstens wird beim auffahren immer durch eine Bremsung verzögert. Persönlich fahr ich da anders und würde deutlich früher schon Gas wegnehmen und auslaufen lassen. Die Bremsung kostet Belag und Sprit. Zweites Problem: aus dem Windschatten herausfahren sollte man dem ACC nicht überlassen. Es beschleunigt nunmal nicht, wenn man hinter einem anderen feststeckt. Es ist aber nur Gewühnungssache, schließlich kann man mit Gasgeben das ACC überstimmen ohne das es abschaltet. Und noch ein Sache, die nur der tiefenentspannte Fahrer mag: Der Abstand zum Vordermann ist so groß, dass jederzeit ein Fahrzeug von der rechten Spur reinkommt. Das ist doppelt kontraproduktiv: Man kann dem Vordermann so nunmal nicht direkt klar machen, das man vorbei möchte.
Dennoch ist ACC schon genial. Allein das Kino im KI hat was. Aktiviert man ACC (das geht wie bei der GRA), leuchten rote LED's um den Tacho auf. Sieht echt super aus. Die gewählte Geschwindigkeit wird hellleuchtend angezeigt. Im FIS wird der Abstand dargestellt. Das muß mal einer fotografieren, ist blöd zu erklären. Leider wird das alleine schwierig zu machen. Bei unserer Fahrt war das wegen der Lichtverhältnisse nicht möglich, meine Kamera würde dann nur verwackelte Bilder liefern...
Eigentlich finde ich ACC ja schon super, es ist aber nur ein Assitent und kein Autopilot. Das muß man sich klar machen. Es unterstützt in vielen Fahrsituationen wirklich gut. Man muß eigentlich nur in wenigen Situationen selber Gasgeben oder Bremsen. Es lohnt sich also für den Vielfahrer, der die meiste Zeit auf der Autobahn verbringt.
Ich fahre sehr viel mit der GRA in meinem A3 und würde sagen, das genügt mir eigentlich auch. ACC ist nice to have aber wie alle anderen Assistenten kein Muß.
Da fand ich den Motor schon besser. Klar, nach 100km ist der noch lange nicht bissig. Aber mit jedem Kilometer hat man gemerkt, dass er immer besser in Tritt kam. Die Dämmung im 8V ist ein grosser Schritt vorwärts. Selbst bei 180 ist es im Innenraum nicht laut und man kann sich problemlos unterhalten. Und der Diesel hält sich dabei unaufgeregt im Hintergrund. Man merkt innen sitzend eigentlich kaum, dass man in einem Diesel sitzt, so leise ist er. Ist der Motor warm, klingt der sogar richtig gut, wenn man ihn mal puscht. Naja, ein Benziner klingt dann doch noch anders, aber dieser Common Railer ist ein Beispiel dafür, das ein Diesel sogar nach sportlich klingen kann.
Genug gelobhudelt. Hier gehts ja nicht um Tests. 
Viel Spaß mit dem "Flit"chen. 