Die Literatur sagt zur Haldex, Generation 2004 folgendes:
Normale Beschleunigung
Selbst bei normaler Beschleunigung entstehen Drehzahlunterschiede zwischen der Vorder- und der Hinterachse
(ca. 1-2 1/min), welche ausreichen, die Haldex-Kupplung zu schließen und somit Kraft an alle vier Räder zu übertragen
100% Schlupf an einem Vorderrad
Bei 100%igem Schlupf an einem der Vorderräder wird die gesamte Antriebskraft auf die Hinterachse geleitet. Das Differenzial gleicht Drehmomentenunterschiede zwischen den beiden Vorderrädern aus. Das bedeutet bei 100% Schlupf an einem Rad kann durch das andere Rad kein Moment auf die Fahrbahn übertragen werden.
100% Schlupf an einem Hinterrad
Auch in diesem Fall liegen an der Vorder- und der Hinterachse unterschiedliche Drehzahlen an. Die kraftschlüssige Verbindung zum Allradantrieb auf alle Räder wird hergestellt. Die Hinterachse wird angetrieben, durch den Schlupf an den Hinterrädern kann jedoch keine Antriebskraft auf die Fahrbahn übertragen werden. So übernimmt die Vorderachse den Antrieb.
100% Schlupf an je einem Rad vorn und hinten
Sollte diese Situation eintreten, ist theoretisch kein Vortrieb möglich: Durch den Drehzahlausgleich der Ausgleichsgetriebe an den Achsen liegt an keinem Rad Antriebskraft an. Hier greift jedoch die Vierrad-EDS und sorgt mit den verbleibenden Rädern für Vortrieb. Die mit Schlupf behafteten Räder werden dabei abgebremst und so die Antriebskraft über das Differenzial auf die Räder mit höherem Kraftschlusspotenzial übertragen.
Ansprechverhalten der Haldex-Kupplung Modelljahr 2004
Das Lamellenpaket der Haldex-Kupplung kann bereits ab ca. 10° Raddrehwinkel-Differenz zwischen den Achsen ein Drehmoment übertragen. Das gesamte Drehmoment kann ab 20° Raddrehwinkel übertragen werden.
Ende 2006 wurde, so meine ich, die Haldex überarbeitet. Oder war das Ende 2005?
Da gibt es einen Thread im Forum. Muss ich mal suchen.