Mir fiel noch was zu den Geräuschen ein, ich zitiere hier mal die Stelle aus dem Steuerketten-Bericht
Anmerkung:
Es gibt Fälle von reparierten Audi A3, die unter bestimmten Einflüssen dennoch Geräusche erzeugen.
Im normalen gut warm gefahren Zustand sind keinerlei Störgeräusche zu erkennen.
Wurden diese Fahrzeuge extrem fahrerisch belastet, traten plötzlich Geräusche auf.
Man konnte dies gezielt durch folgende Parameter herbeiführen:
-schnelles hochziehen in den Gängen
-fahren in kleinen Gängen bei hoher Drehzahl
-begrenzungsnahes Fahren, ca. 6000 1/min.
Meist reichte eine gute Viertelstunde um Geräusche hören zu können. Diese äußersten sich in Form von leichten Schab- und Kratzgeräuschen im Radkasten der Fahrerseite, sowie ganz leichten Klackergeräuschen aus dem oberen Kettenkasten.
Stellte man diesen Wagen nun ca. 2-3 Stunden ab, und startete erneut. So waren die beschriebenen Geräusche verschwunden.
Andere A3 und Golf R32 machten nach gleicher Belastungsfahrt keine Geräusche.
Wo also liegt die Ursache? Die Bauteile waren gleich. Und neu. Also müssen es andere Einflüsse sein.
Naheliegend sind erhöhter Öldruck durch eine defekte Ölförderpumpe sowie Blowby- und Wassereintrag im Öl, welches Schmierfilmabriss zur Folgen haben könnte. Durch diese Einflüsse kann die Kette schlagen und wiederum durch die verschärften Bedingungen wie mangelnde Schmierung, Schwingungen, Vibrationen etc. aus der optimalen Laufspur geraten und verkanten / schräg laufen. Dadurch können Geräusche erzeugt werden.
Lässt man sich das System beruhigen, so läuft die Kette wieder in ihrer ursprünglichen geraden Spur mit optimalem Lauf, welcher keine Geräusche erzeugt.
In diesem Falle sollte man unbedingt kontrollieren ob der Öldruck in Ordnung ist, und wie lange das Öl schon im Motor ist.
Vom Motorrad her kennt man das Phänomen. Ist die Kette zu stark gespannt, beginnt sie aufzuschlagen. Erst unter verminderter Kettenspannung läuft sie ruhig.
Das nachfolgende Bild 4.4_10 zeigt eine Skizze welche die Situation des Schräglaufens veranschaulicht.
Läuft die Steuerkette ganz gerade in der Spur, ohne Aufzuschlagen oder durch Schwingungen in seitliche Bewegungen versetzt zu werden, so ist die Fläche die dem Verschleiß durch die Kettenglieder ausgesetzt ist, fast gleich der Breite B der Kette mal der Auflagelänge L ( BxL). Die so betroffene Fläche ist die geringste die es im System geben kann. Die Beschädigungen halten sich in Grenzen. Der Glasfaseraustrag ist minimal. Auch die Geräusche welche entstehen sind gering.
Läuft jedoch die Kette schräg und pendelt immer etwas links-rechts, wie es durch verschiedene Einflüsse passieren kann, so ist die belastete Fläche größer. In unserem Beispielbild wäre das (Bx2)xL . Es gibt mehr Verschleiß, mehr Glasfaserauswaschung, und durch das hin- und herrutschen (Gleiten) der Kette auf der Laufschiene natürlich auch mehr und stärkere Geräusche.

Bild 4.4_10 Skizze: Darstellung der unterschiedlich breiten Laufspuren bei intakter Steuerkette und einer Steuerkette mit Schräglauf