Beiträge von Paramedic_LU

    Quelle: Audi Presseservice

    Győr, 11.05.2012
    Audi Hungaria feiert Richtfest des neuen Automobilwerks

    Ein wichtiger Meilenstein: Zehn Monate nach der Grundsteinlegung hat die AUDI HUNGARIA MOTOR Kft. heute das Richtfest für ihr neues Automobilwerk gefeiert. Neben György Matolcsy, Minister für nationale Wirtschaft Ungarns, und Győrs Oberbürgermeister Zsolt Borkai nahmen Frank Dreves, Audi-Produktionsvorstand und Vorsitzender der Aufsichtskommission der AUDI HUNGARIA MOTOR Kft., Axel Strotbek, Vorstand Finanz und Organisation der AUDI AG, sowie die Geschäftsführer der Audi Hungaria am Festakt teil.

    „Vor rund 20 Jahren hat alles mit einem Motorenwerk begonnen, nun entsteht hier eine Automobilfertigung mit kompletter Prozesskette und hochmodernen Technologien. Mit ihrem Streben nach höchster Qualität und Präzision hat sich Audi Hungaria längst zu einem starken Mitglied der Audi-Familie entwickelt und trägt enorm zu unserem Wachstum bei“, lobt Audi-Produktionsvorstand Dreves das breitgefächerte Engagement bei Audi Hungaria. Zudem betont er die ressourcenschonende Ausrichtung der neuen Produktionsstätte. So werde beispielsweise die Lackiererei die sauberste der Branche sein – ein großer Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Fabrik.

    „Die Bauarbeiten gehen zügig voran. Wir sind zuversichtlich, das Automobilwerk termingerecht zu realisieren“, sagt Thomas Faustmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Audi Hungaria. „Die Leidenschaft unserer Mitarbeiter und das Vertrauen der AUDI AG in die Leistungsstärke des Unternehmens bieten dafür eine hervorragende Basis.“

    Durch die Leistung aller beteiligten Firmen und Planer wurden die Gebäude bereits Ende 2011 „wetterdicht“ gemacht. Derzeit laufen in den Hallen der Anlagenaufbau sowie die Installation für die Haustechnik.

    Am Standort Győr entsteht eine Automobilfertigung mit vollständiger Prozesskette – von Presswerk, Karosseriebau und Lackiererei bis zur Montage. Das Unternehmen plant, insgesamt mehr als € 900 Mio. in die Werkserweiterung zu investieren. Von 2013 an sollen in Győr 125.000 Automobile pro Jahr vom Band rollen, das erste Modell wird ein A3-Derivat sein.

    Audi, laut Umfrage der Unternehmensberatung Aon Hewitt und der internationalen Studentenorganisation AIESEC attraktivster Arbeitgeber Ungarns, schafft mit dieser Investition in das neue Automobilwerk langfristig 2.100 neue Arbeitsplätze.

    „Die Rekrutierung und Qualifizierung unserer neuen Mitarbeiter ist in vollem Gange, mehr als 900 Beschäftigte sind bereits an Bord“, sagt Ulrich Minke, Geschäftsführer Produktion Fahrzeug der Audi Hungaria. „Wir werden noch in diesem Jahr die ersten Vorserienfahrzeuge produzieren.“

    Neben der Werkserweiterung entwickelt sich auch die Motorenproduktion mit rasantem Tempo: Audi schraubt das Produktionsvolumen nach oben und bringt neue Motorvarianten und komplett neue Motoren in Serie. Im ersten Quartal liefen 522.010 Motoren vom Band (plus 11 Prozent) sowie 11.253 Einheiten des Audi TT, des Audi A3 Cabriolet und des Audi RS 3 Sportback.

    Reifnitz/Ingolstadt, 11.05.2012
    Highend-Sportgerät – das Audi e-bike Wörthersee


    Audi stellt ab dem 16. Mai am Wörthersee in Kärnten ein außerordentlich emotionales Sportgerät vor. Das Audi e-bike Wörthersee vereint Elektroantrieb und Muskelkraft. Design-Chef Wolfgang Egger: „Als High-Performance E-Bike für Sport und Tricks bündelt es die Audi-Kernkompetenzen design, ultra, e-tron und connect.“ Bei der diesjährigen Wörthersee-Tour, dem 31. Treffen der Audi-, VW-, Seat- und Skoda-Fans, hat das E-Bike seine Weltpremiere: Trial-Biker Julien Dupont und Downhill-Spezialistin Petra Bernhard demonstrieren ihre Stunt- und Streetbike-Fähigkeiten.

    Bereits auf den ersten Blick ist die kompromisslose Dynamik des Zweirad-Prototypen erkennbar. „Bei der Entwicklung des Audi e-bike Wörthersee haben wir uns von den Gestaltungsprinzipien des Motorsports inspirieren lassen“, erklärt Hendrik Schaefers, Designer im Concept Studio in München. „Das E-Bike wirkt hochpräzise, hochemotional und strikt funktionell. Die Funktion des Sportgeräts stand im Mittelpunkt der Gestaltung. Alle Designelemente richten sich deshalb konsequent an technischen Features aus.“

    Die luftige Rahmenstruktur sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und ein kompaktes Gesamtvolumen. Dadurch ist das E-Bike in sportlichen Extremsituationen besonders agil. Die Lithium-Ionen-Batterie ist im Rahmen untergebracht. Der Akku ist nach zweieinhalb Stunden vollgeladen. Für lange Trial-Touren lässt sich der Akku mit wenigen Handgriffen entnehmen und durch eine geladene Batterie ersetzen.

    Der Rahmen und die Schwinge, die das Hinterrad führt, sind aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt. Die 26 Zoll großen Laufräder, ebenfalls aus Karbon, tragen ein neuartiges, Kraftfluss-optimiertes „Audi ultra blade“-Design mit breiten, flächigen Speichen. „Bei der Materialauswahl konnten wir zeigen, wie eng das Design und die ultra-Leichtbaukompetenz miteinander verknüpft sind“, so Hendrik Schaefers.

    Homogene LED-Lichtbänder schließen die Rahmenstrukturen ab und sind damit auf den ersten Blick als Audi-Lichtsignatur erkennbar. Für extreme Tricks und Stunts kann die Sitzbank in die Rahmenstruktur eingelassen werden. Auf Knopfdruck hebt sie sich stufenlos aus der Rahmenstruktur heraus und der Biker kann sich in angenehmer Position aufsetzen.

    Die Fahrmodi und zahlreiche weitere Funktionen sind über einen Touchscreen-Bordcomputer zu steuern. Das Smartphone des Fahrers ist per WLAN mit dem Bordcomputer verbunden – beim Starten wird so zum Beispiel die Wegfahrsperre deaktiviert. Videobilder von der Trial-Fahrt oder von einem Trick, die die Helmkamera aufzeichnet, gelangen über das Smartphone in Echtzeit ins Internet. Jeder erfolgreich durchgeführte Trick wird dabei mit Erfolgspunkten belohnt. Mit zunehmender Punktezahl erhält der Fahrer Auszeichnungen und das Anforderungslevel steigt. Über ein Gesamtranking im Internet ist es möglich, sich mit anderen Fahrern und Freunden zu messen. Deren Aufenthaltsort wiederum kennt der Fahrer über Facebook-Statusmeldungen, die auf dem Display des Audi e-bike Wörthersee angezeigt werden.

    Der Fahrer kann zwischen insgesamt fünf Fahrmodi wählen – nur mit Muskelkraft, rein elektrisch oder durch den E-Motor unterstützte Tretbewegungen. Im Modus „Pure“ kommt die Antriebsleistung allein vom Fahrer. In der Betriebsart „Pedelec“ unterstützt ihn der Elektromotor; hier sind bis zu 80 km/h Spitze und 50 bis 70 Kilometer Reichweite möglich. Im Programm „eGrip“ ist das Audi e-bike Wörthersee rein elektrisch unterwegs, mit bis zu 50 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Fahrer regelt hier den Vortrieb über einen Drehgriff und kann die Leistung über den Bordcomputer frei konfigurieren.

    Im Wheelie-Modus wird der Fahrer durch eine elektronische Regelung bei Tricks und Fahraktionen auf dem Hinterrad unterstützt. Dabei lassen sich per Smartphone oder direkt am E-Bike unterschiedliche Betriebsarten anwählen – entweder der Modus „Power Wheelie“ mit einstellbarem Wheelie-Winkel für weniger geübte Fahrer oder der Modus „Balanced Wheelie“ für sportliche Herausforderungen. Beim „Balanced Wheelie“ hält die elektronische Regelung das Gleichgewicht, indem sie die Bewegungen des Fahrers nach vorne oder hinten über den E-Motor ausgleicht. Der Fahrer kann somit durch Gewichtsverlagerungen auf das Hinterrad die Geschwindigkeit beeinflussen: Lehnt er sich nach vorne, wird das Fahrrad schneller. Lehnt er sich nach hinten, wird es langsamer. Will der Fahrer mit konstanter Leistung in die Pedale treten, wählt er den Trainingsmodus.

    Die E-Maschine sitzt am tiefsten Punkt des Rahmens und wirkt direkt auf die Welle des Tretlagers. Das maximale Moment am Hinterrad liegt bei 250 Nm. Die E-Maschine gibt 2,3 kW Spitzenleistung ab – ein neuer Bestwert in der Welt der E-Bikes. Das komplette Fahrzeug wiegt ohne Elektrokomponenten elf Kilogramm, das Leistungsgewicht von neun Kilogramm pro kW (entspricht sieben Kilogramm pro PS) setzt eine weitere Rekordmarke.

    Quelle: Audi Presseservice

    Reifnitz/Ingolstadt, 11.05.2012
    Audi bei der Wörthersee Tour 2012

    Auf der Wörthersee Tour zeigt Audi Konzeptfahrzeuge für Lifestyle, Action und Sport. In der Q3-Familie setzen drei leistungsstarke Varianten Akzente, und mit dem Prototypen e-bike Wörthersee definiert Audi ein Zweirad-Technikkonzept, das die Grenze des technisch Möglichen anhand der Audi-Kernkompetenzen „design“, „ultra“, „connect“ und „e-tron“ aufzeigt. Das große Treffen der Audi-, VW-, Seat- und Skoda-Fans in Reifnitz am Wörthersee (Kärnten) geht vom 16. bis 19. Mai zum 31. Mal über die Bühne.

    Im Mittelpunkt der Wörthersee Tour stehen bei Audi drei Themenfahrzeuge auf Basis des Q3: der neue Audi Q3 red track, der Audi Q3 jinlong yufeng, „Goldener Drache im Wind“ und der Audi RS Q3 concept. Alle drei erweitern den Charakter des Kompakt-SUV um neue, jeweils ganz unterschiedliche Aspekte – mal freizeitorientiert, mal robust oder dynamisch. Die Leistung ihrer Fünfzylinder TFSI-Motoren liegt zwischen 228 kW (310 PS) und 265 kW (360 PS).

    Der Audi Q3 red track wendet sich an Freunde des Wintersports. Auf dem Dach trägt er zwei Paar Audi-Ski aus CFK. Im Gepäckraum sind zwei Taschenlampen samt Heizstrahlern sowie eine Thermoskanne untergebracht; sie werden induktiv mit Strom versorgt. In die Gepäckraum-Wendematte sind beheizbare Sitzkissen integriert.

    Das Concept-Car trägt eine Lackierung in Energierot, wobei spezieller Glanz durch goldene Perleffekt-Partikel entsteht. Die Anbauteile sind in mattgrauem Quarzlack gehalten, einige von ihnen werden demnächst ins Audi-Zubehörprogramm aufgenommen. Im Singleframe-Kühlergrill stehen die Aluminium-Streben aufrecht, rote Blenden decken die Lufteinlässe teilweise ab. Rund um die Fenster setzt das Glanzpaket Akzente. Zwei kompakte im Dachträger montierte LED-Scheinwerfer unterstützen bei Dunkelheit die Xenon-Scheinwerfer. Die Endrohre der zweiflutigen Abgasanlage sind in den Heckdiffusor integriert. In den Scheinwerfern sind die Zonen im unteren Bereich der Lichtleiter-Spangen, die das Tagfahrlicht generieren, in Wagenfarbe lackiert.

    Im Innenraum des Audi Q3 red track dominieren die Farben Schwarz, Grau und Rot. Als Sitzbezug dient ein neuartiges Leder-Stoff-Material – schmale Lederstreifen, nur wenige Zehntelmillimeter breit, sind mit Garn verflochten. Kleinere Segmente der Bezüge bestehen aus Leder Velvet, einem robusten Material, das durch ein spezielles Behandlungsverfahren eine faszinierende Optik und Haptik bekommt. Bei den großen Dekoreinlagen ist ein dreidimensionales Edelstahlgewebe im Einsatz.

    Im Bug des Audi Q3 red track steckt ein kraftvoller Antrieb – der turboaufgeladene Fünfzylinder-TFSI schöpft aus 2,5 Liter Hubraum 250 kW (340 PS) und 450 Nm. Power und Drehmoment beschleunigen den Q3 red track in 5,4 Sekunden von null auf 100 km/h und weiter auf 263 km/h Spitze. Eine Siebengang S tronic und der permanente quattro-Antrieb reichen die Kraft an alle vier Räder weiter. Auf den 20 Zoll-Felgen sind Offroad-Reifen im Format 255/45 aufgezogen. Die Spur ist vorne wie hinten gegenüber der Serie um 40 Millimeter verbreitert, die Bodenfreiheit um 30 Millimeter erhöht.

    Erst vor wenigen Wochen erlebten der Audi Q3 jinlong yufeng, „Goldener Drache im Wind“ und der Audi RS Q3 concept ihr Debüt auf der Auto China in Peking. Der Audi Q3 jinlong yufeng, in leuchtendem Liuligelb lackiert und mit gelbem Interieur, schlägt die Brücke zum Kitesurfen. Sein 2.5 TFSI leistet 228 kW (310 PS).

    Bedeutend stärker noch ist der RS Q3 concept, denn sein 2.5 TFSI-Motor bringt es auf 265 kW (360 PS) – Höchstleistung für maximale Dynamik. Die an den Radläufen verbreiterte, blau lackierte Karosserie ist 25 Millimeter tiefer gelegt, die Anbauteile bestehen aus teilweise schwarzem, teilweise blau lasiertem CFK. Im Singleframe-Grill sind die einzelnen Gitter-Waben leicht zueinander versetzt. Der Innenraum ist in kühlem Schwarz gehalten. Die Sitze verbinden Sportsitzkissen und Lehnen mit integrierten Kopfstützen, die sonst den S-Sportsitzen vorbehalten sind.

    Ein Highlight am Audi-Stand ist das Audi Zweirad-Technikkonzept Audi e-bike Wörthersee – ein Sportgerät, das in keine der üblichen Schubladen passt, sich weder Pedelecs noch Fahrrädern zuordnen lässt. Es ist ein Highend-Pedelec made by Audi für Sport, Fun und Tricks. Das Audi e-bike Wörthersee bringt die großen Kompetenzen der Marke – design, ultra, connect und e-tron – zusammen und lotet damit die Grenzen des technisch Machbaren in den Feldern Gestaltung, Leichtbau, Vernetzung und Elektromobilität neu aus.

    Schon auf den ersten Blick wirkt das Showbike futuristisch, wie ein Bike von übermorgen. Alle Komponenten, bis hin zu den Pedalen, sind von Audi-Designern gezeichnet. Die 26 Zoll großen Laufräder aus CFK etwa, von denen jedes nur 600 Gramm wiegt, tragen ein neuartiges Blade-Design mit breiten, flächigen Speichen.

    Nur 1.600 Gramm wiegt der ultraleichte Karbon-Rahmen des Audi e-bike Wörthersee. Er folgt bionischen Prinzipien, die der Natur nachempfunden sind. In der Folge sind nur dort, wo tatsächlich Belastungen auftreten, Materialverstärkungen nötig. Die Schwinge, die das Hinterrad führt, besteht ebenfalls aus CFK. In Summe spiegelt das Audi e-bike Wörthersee die volle Bandbreite der ultra-Leichtbaukompetenz der Marke wider.

    Eine Kette überträgt die Antriebskräfte ans Hinterrad. Als E-Maschine dient ein permanent erregter Synchronmotor, er sitzt am tiefsten Punkt des Rahmens und wirkt direkt auf die Welle des Tretlagers. Das maximale Moment am Hinterrad liegt bei 250 Nm. Die E-Maschine gibt 2,3 kW Spitzenleistung ab – ein neuer Bestwert in der Welt der e-bikes. Das komplette Fahrzeug wiegt ohne Batterie nur 21 Kilogramm, das Leistungsgewicht von 9 Kilogramm pro kW (entspricht 7 Kilogramm pro PS) setzt eine weitere Rekordmarke.

    Die Lithium-Ionen-Batterie ist im Rahmen untergebracht; sie bietet bei 48 Volt Spannung eine Kapazität von 530 Wh. Mit 230 Volt ist der etwa fünf Kilogramm schwere Akku nach zweieinhalb Stunden vollgeladen. Alternativ lässt er sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und durch eine geladene Batterie ersetzen.

    Fünf Fahrprogramme stehen dem Fahrer des Audi e-bike Wörthersee zur Verfügung, die wahlweise die Tretbewegung unterstützen oder reinen E-Antrieb möglich machen.

    Im Modus „Pure“ kommt die Antriebsleistung allein vom Fahrer. In der Betriebsart „Pedelec“ unterstützt ihn der Elektromotor; hier sind bis zu 80 km/h Spitze und 50 bis 70 km Reichweite möglich. Im Programm „eGrip“ ist das Audi e-bike Wörthersee rein elektrisch unterwegs, mit bis zu 50 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Fahrer regelt hier den Vortrieb über einen Drehgriff und kann die Leistung über den Bordcomputer frei konfigurieren.

    Im Wheelie-Modus wird der Fahrer durch eine elektronische Regelung beim Fahren auf dem Hinterrad unterstützt. Dabei lassen sich per Smartphone oder direkt am e-bike unterschiedliche Betriebsarten anwählen – entweder der Modus „Power Wheelie“ mit einstellbarem Wheelie-Winkel für weniger geübte Fahrer oder der Modus „Balanced Wheelie“ für den erfahrenen Fahrer. Beim „Balanced Wheelie“ hält die elektronische Regelung das Gleichgewicht, indem sie die Bewegungen des Fahrers nach vorne oder hinten durch Antreiben oder Abbremsen über den E-Motor ausgleicht.

    Der Fahrer kann somit auf dem Hinterrad fahrend durch Gewichtsverlagerungen die Geschwindigkeit beeinflussen. Lehnt er sich nach vorne, wird das Fahrrad schneller. Lehnt er sich nach hinten, wird das Fahrrad langsamer. Will der Fahrer mit konstanter Leistung in die Pedale treten, wählt er den Trainingsmodus an. Bei Gegenwind oder Steigungen gleicht dann die E-Maschine die zusätzlich erforderliche Kraftanstrengung aus, so dass sich eine gleichbleibende Leistungsabgabe trainieren lässt.

    Das Audi e-bike Wörthersee ist vielseitig ausgestattet. Die Neungang-Schaltung wechselt die Gänge hydraulisch betätigt sequenziell und in kürzester Zeit, wie eine R tronic im Audi R8. Die beiden Scheibenbremsen arbeiten ebenfalls hydraulisch. Die Höhe der Sitzbank lässt sich vom Lenker aus stufenlos in der Höhe einstellen, auch während der Fahrt. Die Vorderradgabel, die dem aufwändigen Upside-down-Prinzip folgt, ist luftgefedert und bietet 130 Millimeter Federweg. LED sorgen für helles Licht; die vordere Einheit ist in den Lenker, die hintere in die Sitzbank integriert.

    Im Oberrohr des Rahmens ist der Bordcomputer untergebracht, der sich über einen Touchscreen bedienen lässt. Zu seinen Funktionen gehören der Wechsel der Fahrmodi, die Aufzeichnung von Tricksequenzen und die Einstellung der e-bike-Funktionen, etwa der elektrischen Unterstützung und der Beleuchtung. Auf dem Display werden die Geschwindigkeit, die zurückgelegte Distanz, der Ladezustand der Batterie, der Energieverbrauch und der aktuelle Neigungswinkel angezeigt.

    Das Smartphone des Fahrers kommuniziert per WLAN mit dem Bordcomputer. Die Antenne ist hierbei in die Vorderrad-Bremsleitung integriert. Beim Starten wird die Wegfahrsperre über das Smartphone deaktiviert und die Fahrbereitschaft hergestellt. Über die Schnittstelle zwischen Bordcomputer und Smartphone lassen sich ferner Videobilder von der Fahrt und auch ganze Tricksequenzen ins Internet oder zum Trainer übermitteln. Jeder erfolgreich durchgeführte Trick wird hierbei mit Erfolgspunkten belohnt. Mit zunehmender Punktezahl erhält der Fahrer Auszeichnungen und das Anforderungslevel steigt an. Über ein Gesamtranking im Internet ist es möglich, sich mit anderen Fahrern und Freunden zu messen. Deren Aufenthaltsort wiederum kennt der Fahrer über Facebook-Statusmeldungen, die auf dem Display des Audi e-bike Wörthersee angezeigt werden.

    Der Audi-Stand am Wörthersee

    Auf dem Audi-Stand beim GTI-Treffen stehen neben dem Audi e-bike Wörthersee auch 16 Serien-Modelle aus der aktuellen Audi-Produktpalette. Die Marke mit den Vier Ringen stellt ihren Fans am Wörthersee unter anderem den neuen Audi A3 vor. Außerdem kann das Publikum den Audi S6 Daytonagrau Perleffekt und den A1 quattro in Gletscherweiß Metallic unter die Lupe nehmen. Ein weiteres Modell ist der neue Audi TTRS plus, der neben einem RS4 Avant in Sepangblau Perleffekt steht.

    Am Eingang des Audi-Stand am Wörthersee steht das Audi TT RS Light-Showcar, ein umgebautes Serienauto, das von fünf Auszubildenden der AUDI AG in drei Monaten modifiziert wurde. Ein rot beleuchteter Singleframe, eine Heckscheibe als Projektionsfläche für Bilder und Videos oder auch rote Tagfahrlichter, die die Bässe der Musik visualisieren, sind nur einige Sonderausstattungen dieses Autos.

    Die drei Q3-Konzeptfahrzeuge werden in einer Bühnenshow mit anschließendem Experten-Gespräch ab Mittwoch, 16. Mai, stündlich auf dem Audi-Stand vorgestellt.

    Nach der Q3-Show wird das Audi e-bike Wörthersee dynamisch vorgestellt. Trial-Biker Julien Dupont und Downhill-Spezialistin Petra Bernhard demonstrieren auf der Bühne ihre Stunt-Fähigkeiten. Mit dem Showbike, das keine Gangschaltung hat, sind kontrollierte Wheelies auf dem Hinterrad möglich. Beschleunigungssensoren erkennen die Lage des Bikes und des Körpergewichts in Relation zur Erdanziehungskraft, das Steuergerät regelt die Leistung der E-Maschine entsprechend. Die Stunts werden auf Facebook gezeigt und dort in einem Punktesystem bewertet.

    Neues Zubehör für Serienautos

    Seit Markteinführung des A1 bringt Audi Original Zubehör zweimal im Jahr neue Individualisierungs-Kits. Als Nachfolger des competition kit legends folgt nun das competition kit eleven und eleven plus.
    Das neue Kit besteht aus Foliensätzen für Dach, Heckklappe und Motorhaube, wo sich eine große „11“ als Designmerkmal hervorhebt. Im Innenraum setzen Dekorblenden an den Luftausströmern, der Mittelkonsole, den Türzuziehgriffen und dem Innenspiegel sowie Dekor-Textilfußmatten Akzente.
    Die namensgebende „11“ erinnert an die Motorsport-Erfolge im Jahr 2011. Ganze elf Mal fuhren Piloten mit den Vier Ringen auf ihren Overalls als erste durchs Ziel: ob bei der DTM oder beim 24-Stunden-Klassiker von Le Mans.
    Beim competition kit eleven plus wird die Fahrzeugseite zusätzlich mit einer passenden Folie beklebt.
    Ideale Ergänzung für das competition kit eleven (plus) ist der Dachflügel in der Kontrastfarbe Misanorot, die es exklusiv für dieses Kit gibt. Zur besonderen Differenzierung von Audi A1 und Audi A1 Sportback wurde der Dachflügel für das fünftürige Modell komplett neu gestaltet.

    Quelle: Audi Presseservice

    Ingolstadt, 10.05.2012
    Audi ultra: mit Leichtbau zum Le-Mans-Sieg


    Noch fünf Wochen, dann steht für das Audi Sport Team Joest das wichtigste Rennen des Jahres auf dem Programm: die 24 Stunden von Le Mans am 16./17. Juni. Neben e-tron und quattro liegt dort erneut die ultra-Leichtbau-Technologie im Fokus des Unternehmens.
    Audi hat die Gewichtsspirale umgekehrt – zum Wohl seiner Kunden: Wurden bislang Serienfahrzeuge von Generation zu Generation schwerer, so weisen die neuesten Modelle von Audi den Weg in die umgekehrte Richtung. Der neue A3 ist um bis zu 80 Kilogramm leichter als das Vorgängermodell. Die Vorteile schlagen sich für den Verbraucher direkt in Form gesteigerter Effizienz nieder. Der aktuelle A6 ist ebenfalls leichter als sein Vorgänger. Das gilt künftig für jedes Modell bei Audi.

    Im Motorsport ist Gewicht ebenfalls ein zentrales Thema. Ein Blick ins Technische Reglement für LMP1-Prototypen zeigt allerdings, dass deren Minimalgewicht auf 900 Kilogramm festgelegt ist. Ein Wert, den bereits der Le-Mans-Sieger Audi R18 TDI im Vorjahr unterbot. So entstand Spielraum für Ballastgewicht, mit dessen Hilfe die Balance des Autos verbessert werden kann.

    Weshalb also ultra-Leichtbau im Motorsport, wenn der gewonnene Vorteil wieder mit Ballast kompensiert werden muss? Der Schlüssel zum Verständnis liegt im Hybrid-Konzept. Audi hat den ersten Diesel-Hybridsportwagen der Geschichte konstruiert. Die Komponenten des Hybridsystems haben trotz modernster Bauweise ein nicht zu vernachlässigendes Eigengewicht. Ohne besondere Leichtbau-Maßnahmen läge das Gewicht des Audi R18 e-tron quattro also über 900 Kilogramm – der Sportprototyp wäre chancenlos. Als Basis dafür hat Audi den R18 ultra mit konventionellem TDI-Antrieb entwickelt, denn beide Autos sind bis auf das Hybridsystem weitestgehend baugleich.

    „In der Serienentwicklung ist die Gewichtsspirale ein sehr wichtiger Punkt. Audi hat mit dem ultra-Konzept sehr früh begonnen, in diese Richtung intensiv zu arbeiten“, unterstreicht Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Bei uns im Motorsport ist der R18 ultra die Basis, die es überhaupt erst möglich gemacht hat, den e-tron quattro umzusetzen. Wenn wir die Gewichtsdifferenz zwischen dem R18 TDI von 2011 und dem R18 ultra von 2012 nicht hätten umsetzen können, hätte es keine Chance gegeben auf einen wettbewerbsfähigen Hybrid.“

    Wie aber treibt man das schon im Vorjahr verwirklichte ultra-Leichtbau-Konzept für die Saison 2012 auf die Spitze? Wohlgemerkt: Die Rennwagen müssen am 16. und 17. Juni bei den 24 Stunden von Le Mans mehrere Tausend Kilometer Distanz mit einem erwarteten Schnitt weit jenseits von 200 km/h problemlos abspulen. „Die einzige Chance, etwa zehn Prozent leichter zu werden, besteht darin, jedes Teil leichter zu konstruieren“, verrät Dr. Ullrich. Natürlich variiert der Unterschied sehr deutlich. So ist das Kohlefaser-Gaspedal der neuen R18-Generation nochmals optimiert worden – die Einsparung bewegt sich im Grammbereich. Besonders stolz hingegen dürfen die Entwickler auf das Getriebe sein.

    „Im Hinterwagen ist die Gewichtseinsparung ausgesprochen wertvoll“, ergänzt Dr. Ullrich. „Wir vertrauen auf einen V6-TDI-Motor, der vor der Hinterachse angeordnet ist. Dieselaggregate sind aber bauartbedingt schwerer als Ottomotoren. Mit dem daran angeflanschten neuen Kohlefaser-Getriebegehäuse ist uns der größte einzelne Innovationsschritt gegenüber dem Vorgängermodell gelungen.“ So etwas gab es in einem LMP-Sportwagen noch nie. Die Besonderheit gegenüber einem Formel-Rennwagen, in dem diese Technologie bereits existiert: Das volltragende Getriebe muss eine mit 900 Kilogramm viel höhere Grundlast tragen. Auch übersteht es Langstrecken-Distanzen von mehreren Tausend Kilometern am Stück. Und mit mehr als 850 Newtonmetern wirkt im R18 ein Motor-Drehmoment auf die Kraftübertragung ein, das den entsprechenden Wert eines Formel-1-Autos deutlich überschreitet.

    Das hochintegrativ gebaute Hybridsystem des R18 e-tron quattro ist ein weiteres Beispiel für Leichtbau. Das gemeinsame Gehäuse der MGU (Motor-Generator-Einheit) für zwei Elektromotoren, zwei Planetengetriebe und zwei Umrichter an der Vorderachse ist äußerst kompakt, die in das vorhandene Motorsteuergerät integrierte Hybrid-Systemsteuerung eine weitere clevere Lösung, die das Gewicht des Autos verringert.

    „Auf der Suche nach Gewichtseinsparung sind Kompromisse bei der Sicherheit hingegen absolut tabu“, führt Dr. Ullrich aus. Das hochfeste Kohlefaser-Monocoque des Audi R18 TDI half Allan McNish und Mike Rockenfeller im Vorjahr, zwei schwere Unfälle in Le Mans heil zu überstehen. Eher überprüfen die Techniker selbst kleinste Details auf Leichtbau. Besonders fein berechnete und gefräste Metallteile – etwa bei der Heckflügelaufhängung, der Stabilisatorabstützung oder den Querlenkern –gelten in der Fachwelt als wahre Meisterwerke des Maschinenbaus. Aufmerksame Rennzuschauer können auch selbst einen Blick auf ein Stück Leichtbau werfen: Vier rote Dreiecke markieren ein Feld unterhalb der Cockpittüren. „Nur dort sollen unsere Fahrer sich beim Ein- und Aussteigen abstützen“, erklärt Dr. Ullrich. Abseits dieser Flächen würde selbst der „Wunder-Werkstoff“ Kohlefaser nachgeben.

    Die Generalprobe für den Saisonhöhepunkt im Juni haben der neue Audi R18 ultra und der R18 e-tron quattro eindrucksvoll gemeistert: Beim WM-Lauf in Spa-Francorchamps (Belgien) waren die vier Prototypen des Audi Sport Team Joest eine Klasse für sich.

    Da sind soviel Leute unterwegs die ständig kommen, das wäre ein Arbeitspensum für etliche Leute inklusive Vorarbeit, und am Tag des Treffens würd das eh net klappen da einige gar nicht, zu spät oder zuviel kommen.
    Was immer war, dass man vom Eingang zum "Stellplatz" geleitet wird. Das im Groben. Rest vor Ort ist Sache der Clubs, Besucher


    [color=#ff0000]EDIT:
    Gegen 9 Uhr, 9:30 Uhr treffe ich auch ein.... dann können wir zusammen absperren :) [/color]

    OFFENE GRUPPE, derzeit 87 Mitglieder

    09.05.2012
    Projekthaus Hochvolt-Batterie am Standort Ingolstadt/Gaimersheim

    Audi treibt seine Aktivitäten in der Elektromobilität voran und nimmt sein neues Projekthaus Hochvolt-Batterie in Betrieb. In Gaimersheim, ganz in der Nähe des Werkes Ingolstadt, beschäftigen sich mehr als 100 Spezialisten mit den Energiespeichern für elektrische Antriebe und bearbeiten dabei alle wichtigen Aspekte – von der Entwicklung über die Fertigung bis zum Testen der Batteriesysteme.

    „Das neue Projekthaus ist für unser Unternehmen ein weiterer großer Schritt in die Elektromobilität“, sagt Michael Dick, Vorstand Technische Entwicklung. „Hier bauen wir mit Blick auf die künftigen Fahrzeugserien wichtige Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen bei den Hochvolt-Batterien auf. Zugleich stellen wir sicher, dass sie die hohen Qualitätsanforderungen von Audi erfüllen.“ Neben dem Prototypenbau ist auch eine künftige Kleinserienfertigung vorstellbar, so Dick.

    Auf einer Fläche von über 3.500 Quadratmetern umfasst das Projekthaus Hochvolt-Batterie drei große Teilbereiche: das so genannte Batterie-Technikum, ein Prüffeld und einen Bürotrakt mit 84 Arbeitsplätzen. Vor zwei Jahren wurde mit dem Bau begonnen, vor gut einem Jahr waren die ersten Bereiche bezugsreif. Jetzt ist die Einrichtung komplett.

    Mehr als 100 Spezialisten arbeiten im neuen Projekthaus eng und flexibel zusammen. Sie stammen aus verschiedenen Audi-Entwicklungsbereichen, aus der Produktion und dem Vorseriencenter. Zwei Doktoranden vom Institut Isea (Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe) der RWTH Aachen ergänzen das Team. Als wichtiger externer Partner liefert Panasonic die Batteriezellen.

    Jens Koetz, Leiter Vernetzung und Energiesysteme, sagt: „Die intensive Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen ist eine große Stärke unseres Ansatzes. Sie führt zu intelligenten Lösungen.“ Keine Kompromisse – so lautet die Devise bei der Integration der voluminösen Batteriesysteme in das Fahrzeug. Auch bei einem elektrisch angetriebenen Audi, etwa dem R8 e-tron, bleiben die Stärken der Marke wie progessives Design oder sportliches Handling voll gewahrt.

    Für diese Ziele diskutieren die Experten der einzelnen Technik-Fraktionen intensiv miteinander – über jeden Millimeter Bauraum und über jedes Hundertstel beim cw-Wert.

    Audi setzt jedoch schon früher an: beim Aufbau der Batteriesysteme. Die Anforderungen hierbei sind hoch und teilweise widersprüchlich.

    Das Batteriesystem eines Elektroautos muss leicht und kompakt sein und dabei möglichst viel Energie bereitstellen. Es muss etwa zehn Jahre, Tausende von Ladevorgängen und rund 160.000 Kilometer Fahrleistung überstehen, ohne nennenswert an Leistungsfähigkeit zu verlieren. Unabhängig von der Außentemperatur muss es stets im geeigneten Temperaturbereich – etwa 25 bis 45 Grad Celsius – bleiben, was eine aufwändige Kühlung erfordert. Bei alledem besitzen Robustheit und Sicherheit höchste Priorität.

    Audi arbeitet im Projekthaus Hochvolt-Batterie an einer Lösung, die alle Aufgaben ausgewogen erfüllt, ohne eine von ihnen zu vernachlässigen. „Dafür benötigen wir in allen wesentlichen Aspekten Kompetenzen in den eigenen Reihen“, sagt Ivo Muth, Leiter Elektrik/Elektronik Produktion: „Wir wollen alles, was das Fahrzeug bewegt, als Eigenleistung erbringen können. Im elektromobilen Zeitalter steht die Hochvolt-Batterie im Fokus.“

    Im Batterie-Technikum wurden bislang schon zirka 70 Akkus für den Audi A1 e-tron und den Audi R8 e-tron aufgebaut. Derzeit entstehen – teilweise von Hand – Prototypen für Fahrzeuge wie den Audi A6 L e-tron concept, den das Unternehmen jüngst auf der Auto Show in Beijing präsentiert hat

    Eine der Anlagen im Batterie-Technikum überprüft die prismatischen Flachzellen. Eine weitere presst sie zu Zellmodulen zusammen. Diese bestehen aus unterschiedlich vielen Zellen, die durch Trennelemente voneinander isoliert werden.

    Beim nächsten Schritt, der elektrischen Kontaktierung, werden die einzelnen Zellen der Zellmodule miteinander verbunden. Dabei werden durch optimierte Montageprozesse hervorragende Werte bezüglich des Übergangswiderstands erzielt. Parallel werden auch stoffschlüssige Verbindungstechniken untersucht.

    Die Spannungslage überschreitet am Ende dieses Prozessschritts die für Personen ungefährliche Grenze von 60 Volt. Daher verfügen alle Mitarbeiter über entsprechende Qualifikationen. Ihr Arbeitsbereich ist zudem vom Rest der Halle abgetrennt. In der 48 kWh-Batterie des R8 e-tron werden die Zellmodule in mehreren Lagen übereinander montiert. Abschließend versehen die Mitarbeiter die Einheiten noch mit Diagnose-Leitungen.

    Der vorletzte Arbeitsschritt ist die Endmontage. Die Batteriesysteme erhalten dabei ihr Gehäuse – aus Kohlenstofffaser-verstärktem Kunststoff. Nach der Initialisierung absolviert jede Batterie noch einen umfassenden Testzyklus in der am Ende stehenden Testanlage.

    Neben dem Batterie-Technikum liegt das Prüffeld. Hier testen die Entwickler die Batterien in verschiedenen Entwicklungsständen – als Zellen, als Module und als komplette Einheiten. Als Prüfstände dienen Kammern unterschiedlicher Größe, die sich auf Temperaturen in einem Bereich von – 40 bis + 80 Grad Celsius einstellen lassen. Einige erzeugen zusätzlich extreme Luftfeuchtigkeit. Die drei größten Prüfstände sind in separaten Containern untergebracht. Mit ihren 6.000 Liter Volumen können sie auch die mächtigen Batterien des Audi R8 e-tron aufnehmen. Ihre elektrischen Anlagen leisten in Summe 1 Megawatt.

    Die Prüfstandsläufe simulieren den späteren Betrieb im Fahrzeug. Manche führen über mehrere Stunden, andere über einige Monate. Die Bauteile werden mit Gleichstrom be- und entladen, der über einen Gleichrichter aus dem Stromnetz des Gebäudes kommt. Dabei zeichnen Messfühler alle wichtigen Daten auf – etwa Temperatur, Kapazität, Innenwiderstand, Spannung und Stromstärke – und senden sie an den Leitstand.

    Weitere Anlagen ergänzen das Prüffeld. Der sogenannte „Shaker“ ist eine Klimakammer, in der Module bis 50 Kilogramm Gewicht gerüttelt und geschüttelt werden. Spezielle Prüfstände dienen zum Testen der Stromwandler im Fahrzeug und des Kühlsystems. Im Labor schließlich bereiten Spezialisten einzelne Batterieproben für Analysen vor. Diese erfolgen außerhalb des Projekthauses mithilfe von Gas- und Ionen-Chromatographen und Raster-Elektronenmikroskopen.

    Quelle: Audi Presseservice

    Ingolstadt, 09.05.2012
    Hochvolt-Batterietechnologie bei Audi:
    Kernkompetenz am Standort Ingolstadt

    Forschen, entwickeln und erproben rund um die Lithium Ionen-Batterie: Die AUDI AG setzt neue Maßstäbe bei der Entwicklung der Hochvolt(HV)-Technologie. Das Unternehmen hat am Vorabend seiner 123. Ordentlichen Hauptversammlung das „Projekthaus Hochvolt-Batterie“ in Gaimersheim bei Ingolstadt eröffnet. In diesem Kompetenzzentrum arbeiten erstmals Entwicklung, Produktion und Partnerunternehmen gemeinsam am Prototypenbau für diese speziellen Batteriezellen.

    „Das neue ‚Projekthaus Hochvolt-Batterie‘ ist für unser Unternehmen ein weiterer großer Schritt in die Elektromobilität“, sagt Michael Dick, Vorstand Technische Entwicklung. „Hier bauen wir mit Blick auf die künftigen Fahrzeugserien wichtige Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen bei den Hochvolt-Batterien auf. Zugleich stellen wir sicher, dass sie die hohen Qualitätsanforderungen von Audi erfüllen.“ Neben dem Prototypenbau sei auch eine künftige Kleinserienfertigung vorstellbar.

    Die Elektrifizierung des Automobils hat erhebliche Auswirkungen auf den Produktionsprozess. „Die enge Zusammenarbeit im ‚Projekthaus Hochvolt-Batterie‘ bereitet den Weg zu einer effizienten und nachhaltigen Serienfertigung von Elektroautomobilen“, betont Frank Dreves, Vorstand Produktion. „Neue Technologien sind neue Wertschöpfungsfelder für Audi. Um schnell und sicher in Serie gehen zu können, ist es unabdingbar, dass die Produktion bereits im ersten Produktzyklus involviert ist.“

    Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI AG: „Für die Belegschaft ist dieses Projekthaus eine wichtige Investition in die Beschäftigungssicherung durch neue Geschäftsfelder und Wertschöpfungstiefen. Ein sichtbares Symbol des Brückenschlags zur Elektromobilität. Das bietet viele Chancen. Gerade für die Beschäftigten. Neue berufliche Qualifikationsprofile und neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Diese Chancen gilt es zu nutzen. Hierzu wird das Hoch-Volt-Batterie Kompetenzzentrum seinen Beitrag leisten.“

    Das Projekthaus für die Hochvolt-Batterietechnologie ist zwei Kilometer vom Werk Ingolstadt entfernt. Auf 3.500 Quadratmetern arbeiten hier rund 100 Elektronik-Experten, die Audi speziell für dieses Projekt neu eingestellt hat. Ein wichtiger externer Partner ist Panasonic, der Lieferant der Batteriezellen. Die Grundidee des Kompetenzzentrums liegt in der intensiven Zusammenarbeit aller in der Hochvolttechnologie eingebundenen Bereiche. Ausgeplant hat das „Projekthaus Hochvolt-Batterie“ die BFFT Gesellschaft für Fahrzeugtechnik mbH. Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit bei der Bedienung der sensiblen Anlagen gelegt. Baustart war im April 2010, Fertigstellung im Mai dieses Jahres.

    Zu den Schwerpunkten des „Projekthaus Hochvolt-Batterie“ zählen:

    Das Hochvolt(HV)-Prüffeld: Test von HV-Batterien auf Zell-, Modul- und Systemebene
    Das Batterie-Technikum: Musterbau und Kleinserienproduktion von HV-Batteriesystemen
    Die Konstruktion und Entwicklung einer eigenen Hard- und Software für alle Bauteile
    Das Entwickeln und Fertigen von Batterien für den Audi R8 e-tron sowie aller Audi A1 e-tron Flottenbatterien

    Der Begriff „Audi e-tron“ ist der Audi-Markenname für E-Mobilität. Der Elektroantrieb und die dafür benötigte Hochvolt-Technologie ist für Audi ein wichtiger Bestandteil der Strategie 2020. Ziel von Audi ist es, bis dahin in jedem Segment ein e-tron-Modell anzubieten.