Hallo zusammen,
ich melde mich dann auch gleich Mal zu unserem Treffen heute. Erst einmal vielen Dank an OberpfalzS3 (Andreas), dass du Lust und Zeit hattest dich heute bei dem schönen Wetter mal zu treffen. Ich denke auch, wir sollten das im Sommer ab- und an mal wiederholen, da es sehr viel Spaß bereitete.
Mein persönliches Fazit von heute: An alle 3.2er Fahrer egal ob mit NWT oder nicht, legt euch auf gar keinen Fall mit einem S3 an, ihr zieht definitiv den Kürzeren. (bewusst etwas überzogen ausgedrückt aber im Kern stimmt es)
Sound:
Als Andreas heute zum Treffen auf den Parkplatz fuhr viel mir gleich sein sonorer und sehr angenehmer sowie schöner Sound auf. Diesbezüglich hätte ich nicht gedacht, dass der S3 sich doch ein gutes Stück sportlicher anhört als mein 3.2er. Der Vorteil beim Sound bestätigte sich auch im Stand, wo der S3 recht schön brabbelt und der 3.2er im Grunde fast nicht zu hören ist. Ganz extrem war der Elastizitätstest, den wir auf der Autobahn ausprobierten. Als Andreas Gas gegeben hatte, dauerte es gefühlt eine Sekunde und danach dachte ich meinen eigenen Wagen nicht mehr zu hören und konnte gut dem schönen, sonoren Klang von Andreas S3 lauschen. Ich hätte nie gedacht, dass ein 4-Zylinder so gut klingen kann und ich bin ganz ehrlich, dass sich im Endeffekt der S3 für mein Empfinden etwas besser anhört, da bei ihm der tiefere Klang mehr zum vorschein kommt. Bei meinem A3 ist es eher dieses Schreiende aus dem typischen 6-Zylinder Sound, womit mein A3 nicht ganz so voll klingt. Verglichen wurden hier die Serienanlagen, wie es bei anderen Abgasanlagen ist, darauf kann hier bestimmt keine Rückschlüsse gezogen werden.
das jeweils andere Fahrzeug:
Wie Andreas schon geschrieben hatte, sind wir jeweils die anderen Autos gefahren und ich bin zuerst mit seinem S3 gefahren, noch einmal vielen Dank für das Vertrauen. Zum Glück war der S3 schon warm und ich konnte ihn gleich mal etwas ausprobieren. Gleich auf den ersten Metern viel mir der enorme Schub des S3 auf und gefühlt dachte ich, dass wir im Grunde gar kein Beschleunigungsvergleich mehr machen müssen, da der S3 vom Popometer deutlich schneller beschleunigt. Er fühlt sich auf jeden Fall eine Klasse schneller an.
Andreas fuhr dann auch gleich meinen 3.2er. Ich glaube das DSG hat ihm schon gefallen aber er meinte auch gleich, dass man einen Unterschied erkennt und sich mein 3.2er doch nicht ganz so schnell anfühlt. Gut Anfangs ist er noch etwas verhalten gefahren aber später mit etwas mehr Leistungsausbeute bestätigte er mein Gefühl, dass sich der 3.2er vom Popometer langsamer anfühlt.
Beschleunigung:
Zunächst hatten wir zwei Beschleunigungsrennen von 0-100 km/h durchgeführt. Dabei war es wie Andreas schon geschrieben hat, dass ich beim ersten Mal die Nase vorn hatte, was aber an einem etwas verzögerten Start von Andreas lag. Beim zweiten Mal hatte er dann einen sehr guten Start erwischt und ich war gleich von Anfang an etwas hinten dran, trotzdem war es bei der Beschleunigung bis 100 km/h so, dass er mit seinem S3 nicht wegfahren konnte, ich natürlich auch nicht aufholen konnte, der Abstand blieb die ganze Zeit in etwa gleich. Man merkte dabei, dass er immer ein kleinwenig weg kam und ich dann immer etwas herankam, kurz bevor er schaltete und dann natürlich bei den Schaltvorgängen, die bei ihm durch den Handschalter etwas schwieriger und wahrscheinlich auch langsamer waren. Mit einem DSG/S-Tronic bin ich mir aber sicher, dass Andreas schneller gewesen wäre, wobei ich meine, dass nicht viel mehr als eine Wagenlänge dabei herausgekommen wäre (das ist aber eher eine Schätzung). Was hierbei klar wurde ist, dass der S3 schneller ist, er sich bei der 0-100 Beschleunigung aber nicht deutlich absetzen kann (ohne DSG/s-tronic). Durch das vorherige Fahren mit seinem S3 hätte ich in dieser Disziplin mit mehr gerechnet aber wie gesagt, der Leistungsvorsprung würde mit einer S-Tronic sicherlich deutlicher ausfallen.
Elastizitätstest:
Nach unserer Soundprobe ging es dann zum Elastizitätstest. Hier beschleunigten wir von 70/100 bis ca. 200 km/h, zuerst als Start beide im 4ten Gang. Dabei zog er mit seinem S3 dermaßen davon, dass ich das Gefühlt hatte gegen ein deutlich stärkeres Auto zu fahren. Er war sicherlich 3-4 Wagenlängen voraus obwohl wir zuvor auf gleicher Höhe starteten. Zudem hörte ich seinen S3 schön sonor bei der Beschleunigung, so dass ich von meinem nicht mehr viel vernehmen konnte. Insgesamt war ich baff, wie eklatant doch der Unterschied war. Genau hier bestätigte sich allerdings das anfängliche Popometer Gefühl, dass der S3 doch deutlich schneller beschleunigt. Wir waren zum Schluss beide überrascht, dass hier der Unterschied so groß war und bei der 0-100 Beschleunigung nicht ganz so stark, da wir eher mit dem entgegensätzlichen gerechnet hätten.
Die weiteren 2 Beschleunigungen vollzogen wir jeweils ab dem 3ten Gang und hier war der Unterschied sogar noch etwas größer. Deshalb mein oben angegebenes Fazit an alle 3.2er Fahrer.
Gewicht
Als wir dann nach unseren Beschleunigungsversuchen noch ein wenig auf einem Parkplatz unterhielten und ein paar Benzingespräche führten, wollten wir noch einmal ein Gewichtsvergleich durchführen, da uns der Unterschied zwischen S3 und 3.2er doch sehr groß vorkam (Es sah für einen Außenstehenden sicherlich wie früher beim Quartett spielen aus, bei dem immer schön die Werte verglichen wurden.
). Dann hatten wir nach langem Suchen den Wert G im Fahrzeugschein entdeckt "Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs in kg (Leermasse)" und mich, wahrscheinlich sogar uns beiden, traf der Schlag. Ich war mir nicht ganz sicher ob sich jemand beim Ausstellen meines Fahrzeugscheins verschrieben hatte aber da steht bei mir im Feld G doch tatsächlich folgendes: 1890 kg. Zu Hause angekommen wollte ich dies gleich überprüfen und in den Brief schauen, als mir aber bei einem erneuten Blick in den Fahrzeugschein auffiel, das ich fälschlicherweise den Fahrzeugschein meines A6 mitgenommen hatte.
Wir machten vor Ort noch Scherze, dass dies ja so viel wie ein A6 wäre, ja genau das ist es auch. ![]()
Also in meinem Fahrzeugschein vom A3, dies ist leider der alte mit etwas anderen Kennziffern steht unter dem Punkt 13 Leergewicht in kg 1600 na das passt dann doch gleich besser. Damit ist der 3.2er etwa 70 kg schwerer, mein Tank war 3/4 voll, weiß leider nicht wie viel bei Andreas drin war und ich bin bestimmt noch einmal gefühlte 15 bis 20 kg schwerer als Andreas. Demnach hatte er allerhöchstens ein Gewichtsvorteil von knapp 100 kg. Dies kann nicht allein die deutlich bessere Beschleunigung seines S3 begründen, weshalb ich für mich nun weiß, dass der S3 einfach schneller ist.
Nicht das jemand denkt, dass ich enttäuscht bin, nein ganz im Gegenteil, ich bin froh, dass ich das Glück hatte mal solch einen Vergleich durchführen zu können, es hat mir tierisch viel Spaß gemacht und ich bin trotzdem weiterhin stolz auf meinen schon fast in die Jahre gekommenen 3.2er (er wird laut Zulassungsdatum in 20 Tagen 8 Jahre), dass er sich trotzdem so gut geschlagen hat, mir wieterhin viel Spaß machen wird und einer der letzten 6-Zylinder in der Kompaktklasse ist.
Damit wir nicht ganz OT sind, mit dem NWT bin ich von der Leistungsentfaltung ein großes Stück näher an den S3 gekommen (was nicht der Grund für mein NWT war) aber überholen wird man ihn damit definitiv nicht. Der 3.2er macht nach der Überarbeitung vom Meister deutlich mehr Spaß, hängt besser am Gas, ab 4500 Touren gibt es dann noch einmal einen schönen Zusatzschub und ohne NWT möchte ich keinem S3 begegnen. ![]()
Vielen Dank noch einmal an Andreas und nun freue ich mich auf die Bilder und Videos.
Grüße,
quattrofever
EDIT: @Para: Ich habe die neueste NWT Version von Zoran drauf, war erst vor ein paar Wochen dort.