Ja, ist wirklich eine sehr ärgerliche Geschichte, da gebe ich dir Recht, vor allem wegen dem unnütz ausgegebenen, vielen Geld und auch der Zeit. Aber so ist das nun leider wenn man mal etwas ausprobiert und als das sehe ich den Einbau der HJS Kats beim A4 an
Nun mit dem Rückbau werden wir dann auch sehen wieviel Zündwinkel verändert werden muss. Da wir beide ja eh mal auf einen Prüfstand wollten, könnten wir das ja im Sommer oder Frühjahr dann mal angehen wenn du Lust hast, dann wissen wir es sogar ganz genau wo unsere zwei A4 ein zu stufen sind. 420-430 PS reichen aber auch vollkommen aus, daher bleibe ich dabei, so ein Auto kaufen und Stage 1 machen lassen ist das Beste was man machen kann.
Ich hatte genauso wie du wegen des reingefriemelten Einbaus daran gedacht, dass es dadurch gekommen sein könnte, jedoch glaube ich lag es nicht wirklich daran. Beim Ausbau habe ich die defekte Stelle genau betrachten können wo man von außen bereits die abgeplatzte "Stützschweißnaht" gesehen hat. Anscheinend hat man beim Schweißen an dieser Stelle ein Loch reingeschweißt und dies war durch die außen aufgesetzte Schweißnaht verschlossen. Da diese Schweißnaht (ca. 1,5 cm lang) dann abflog durch vermutlich hohen Abgasdruck, entstand ein kleines Loch. Durch die an einem Motor vorhandenen Vibrationen entstand dadurch an der inneren Schweißnaht entlang vom Loch ausgehend der Riss. Dreiviertel vom Umfang war es bereits gerissen, somit Glück im Unglück das es nicht schon ganz rum gerissen war, wer weiß was hätte durch ein komplettes Abreißen alles in Mitleidenschaft gezogen werden können. Ich hatte wie gesagt auch erst den Einbau im Verdacht, in dem Fall lag es aber so wie es aussieht eher an dieser äußeren Stützschweißnaht.
Dennoch würde ich allen empfehlen für den Ein-/Ausbau mehr Geld in die Hand zu nehmen und es ordentlich machen zu lassen, so wurde diesmal das Getriebe ausgebaut und es damit sicherlich mit mehr Aufwand aber auch vernünftiger gemacht.
Die ausgebauten Kats habe ich mir noch einmal genauer angeschaut. Die Katmodule selbst sahen sehr gut und nahezu unverseht und neuwertig aus, die Rohrbereiche vor und hinter den Kats waren stark verrußt, das aber auf beiden Seiten (auf der defekten natürlich umso mehr). Da sieht man mal wieviel Ruß so ein TFSI erzeugt und warum diese in den späteren Baujahren einen Partikelfilter bekamen. Es zeigt aber auch das unser Gedanke daran, dass besserer Sprit den Ruß an den Endrohren verhindern könnte im Prinzip absolut ausgeschlossen ist. Die Dicke der Rußschicht zeigt eindeutig das dies vom Verbrennverhalten abhängig sein muss, da es auf beiden Seiten vorhanden war (auf der defekten natürlich deutlich mehr, klar, durchs anfetten) und das andere Spritsorten gar keinen so extrem großen Einfluss darauf haben können um diese sehr ordentlich vorhandene Rußschicht mit 1-2 Tankfüllungen weg zu bekommen.
Dreckige Auspuffrohre müssen also wie ich es vermutet habe vom allgemein bei der Verbrennung entstehenden Ruß herrühren der durch das mal mehr mal weniger vorhandene Kondenswasser nach außen getragen wird.
Gestern bin ich dann eine Proberunde mit den Originalkats gefahren. Vom ersten Eindruck ist der Wagen natürlich gleich wieder viel leiser gewesen,..., klar wenn das vorhandene Loch mit dem Riss direkt hinter dem Krümmer wieder geschlossen ist. Anfangs fuhr die Stronic noch etwas ruppig an, das besserte sich aber im Laufe der Fahrt (das führe ich auf den Reset durch die abgeklemmte Batterie zurück).
Bei der Fahrt habe ich natürlich gleich noch ein paar Daten mit ausgelesen, Langzeitlambdawert auf Bank 1 lag bei -2,3 und veränderte sich die gesamte Zeit nicht (dies ist ein normaler Wert für das Auto im täglichen Betrieb) und nun haltet euch fest, die Bank 2 lag trotz dem der Wagen zuvor schon knapp 20 Kilometer gefahren ist bei +18. Ich war froh das die Werkstatt die Werte noch nicht zurückgesetzt hatten, denn diese haben mich sehr interessiert wo sie denn nun lagen (zuvor hatte ich es vergessen sie aus zu lesen) und so kam ich noch dazu diese auslesen zu können. Bei der Fahrt von ca. 60 km konnte ich dann "online" beobachten wie der Wert von +18 auf +8,6 runterging. Im täglichen Betrieb erwarte ich nach einer bis zwei Tankfüllungen ein Einpendeln des Wertes auf ebenfalls -3,0 bis -1,8, passiert das nicht, wird an der Stelle noch eine Undichtigkeit vorhanden sein. Da der Motor aber im Stand sehr ruhig läuft und man keinerlei Abgase mehr wahrnehmen kann, würde ich vermuten das alles dicht sein müsste, somit hoffe ich das die Langzeitlambdawerte dies bald bestätigen werden.
Bei weiteren Neuigkeiten bezüglich der Lambdawerte oder der Ergebnisse der nun noch notwendigen Abstimmung (die erst nach gut eingeregelten Langzeitlambdawerten erfolgen kann) werde ich euch wieder auf dem Laufenden halten.