Es geht weiter.
Anbei ein kleiner Blick auf die Kupplung und das Zweimassenschwungrad. Fakt war, das ich mit einem Anhänger (ca. 1 Tonne) im Schlepptau, nicht mehr Anfahren konnte. Die Kupplung Rupfte und es kam zu keinem vernünftigen Kraftschluß, das ganze Aggregat fing an sich auf zu schaukeln.
Allgemein war auch ein Gangwechsel in den unteren Gängen 1-4 recht mühsam, die Kupplung trennte verzögert und beim Einkuppeln gab es im Antrieb immer einen leichten Schwinger (Stotterer).
Fazit: Es war eine Katastrophe.
Auf den ersten Blick sahen dir Teile beim Ausbau gar nicht so dramatisch aus, ich hatte mit Schlimmeren gerechnet. Beim genaueren Hinsehen, nach einem groben ab Spülen des ganzen Drecks, konnte man mehr sehen.
Die Flächen am Zweimassenschwungrad und an der Druckplatte, wo die Reibscheibe anliegt, sind gleichmäßig gelblich über braun bis bläulich verfährt und hatten Flecken. Das bedeutet, das insgesamt gute Hitzeeinwirkung gab, mit punktuellen Überhitzungen.
Das Zweimassenschwungrad selbst hatte ich mit einer Messuhr vermessen und es liegt sogar noch in den Tolleranzen, was der Hersteller LUK an gibt.
Sollwerte, was nicht überschritten werden dürfen.
Freiwinkel = maximal 16 Grad
Kippwinkel = maximal 2,9mm
Iswerte des alten Schwungsrads
Freiwinkel = ca. 10 Grad (knappe 4 Zähne am Zahnkranz)
Kippwinkel = 2,8mm
Werte des neuen Schwungrads
Freiwinkel = ca. 4 Grad (gute 1,5 Zähne am Zahnkranz)
Kippwinkel = 1,9mm
Man sieht das der Kippwinkel, durch das Gleitlager in dem ZMS, was die beiden Schwungmassen gegeneinander lagert, von Haus aus schon recht groß ist.
Beim Freiwinkel muss man sagen, das beim alten Schwungrad die Kraft der Federn bereits deutlich spürbar geringer ist, als beim neuen Schwungrad.
Das Gleitlager ist noch nicht soweit verschlissen, dass die beiden Schwungmassen auseinander fallen könnten, was bei einem größeren Kippspiel von mehr als 3mm vermutlich passieren könnte.
Nun zur Reibscheibe, was in meinen Augen das Teil mit dem größten Defekt ist.
Es fällt auf, das der Reibbelag am äußeren Ende deutlich stärker verschlissen ist, als am inneren Ende. Insgesamt ist der Belag so weich, dass man ihn mit den Fingern ohne Werkzeug, an den Kanten ab bröseln kann.
Die Federmetalle, was die beiden Beläge etwas voneinander wegdrücken, und für das Anfahren beim Einkuppeln wichtig sind, haben null Funktion und sind platt gepresst.
Die Aufnahmehülse für die Getriebewelle, im Zentrum der Reibscheibe, sieht optisch gut aus. Die ganzen Verpressungen rings herum haben jedoch so viel Spiel, das die Aufnahmehülse sich um ca. 3mm hin und her bewegen lässt. Die Reibscheibe ist damit quasi eine Taumelscheibe gewesen. 
Anbei ein paar Fotos von den Teilen.
Hier noch ein paar Links, mit Informationen zu dem Zweimassenschwungrad.
Zweimassenwungrad für Handschalter im Schäffler-Katalog
Informationen zur Vermessung und Verschleißbeurteilung
Fortsetzung folgt..............