klar, wobei ich nicht weiss, in wie weit Audi ggf. andere Chargen Kennungen verbaut, aus meiner FAQ:
IHI IS38 Turbolader Probleme / Rückruf
Baujahre 04/2014 bis ca. 05/2014
Das Problem betraf eine kleine Charge von IHI 06 K 145 702 N Turbolader, die einige Zeit (April und Mai) gebaut wurden, ebenso wohl auch bei den 2013 S3 gab es Fälle. Das Problem wird wiederholt auf die Verteilerdichtfläche zurückgeführt. Dies könnte der Grund dafür gewesen sein, dass Audi zu einem brandneuen Turbo-Design für das Modelljahr 2015 des S3 umgerüstet hat.
Mittlerweile hat es auch die Leon Cupra mehrfach erwischt, auch hier die N Lader der frühen Bj. 2014.
Der neueste Lader (ab ca. 4/2017 FL) bestätigt F Kennung.
06 K 145 702 J erste Generation
06 K 145 702 N zweite Generation, ab 29.04.2013 Rückruf und verursachen teilweise komplette Motorschäden
06 K 145 702 A dritte Generation ab 28.04.2014
06 K 145 722 H vierte Generation ab ca. 10/2014 bis ca. 6/2016 dritte Generation, Probleme häufen sich
06 K 145 722 T ab 01.07.2016 bis 31.05.2017 Generation 5 (bis ca. 390-400PS
Update neuer Turbo Lader:
06K 145 874 F von 01/06/2017 (bis 440PS verstärkte Lager und neues Flügelrad Design, etwas grössere Ein-/ Auslass seitige Turbinenräder)
Turbolader Konstruktions Problem?
Majesti 7R.com
Hauptproblem bei den IS38 Ladern ist halt die ungünstige Kombination aus Spaltmaß am Verdichter und der Axiallagerung.
Grundsätzlich war/ist die Idee, das zwischen Verdichterrad und Gehäuse (bzw dem Hart-Kunststoffeinsatz im Gehäuse) 0 Spalt gelassen wird, der sich im Betrieb dann "einschleifen" soll ja nicht verkehrt und auch nicht neu. (War bei der EFR Serie von BorgWarner auch mal angedacht, wurde aber wieder verworfen)
Das Problem ist die Kombination mit einer Axiallagerung die für hohe oder erhöhte Ladedrücke nicht dauerhaft ausgelegt ist.
Das führt entweder zu erhöhtem Verschleiß oder im schlimmsten Fall zu Verformungen des Lagers, welches dann wiederum ein Berühren des Verdichterrades im Verdichtergehäuse erlaubt.
Geschieht dies bei hoher Drehzahl des Turboladers und in zu hohem Ausmaß, "frisst" das Verdichterrad im Gehäuse, wird jäh abgebremst und die von der Massenträgheit viel stärker betroffene (weil schwerere) Abgasturbine schert an der Reibschweißung zwischen Turbinenrad und Turbinenwelle ab - also genau die Schäden die man sehr häufig (um nicht zu sagen IMMER) im Zusammenhang mit Turboalderschäden der IS38 Lader sieht.
Diese grundsätzliche Auslegung des Turboladers, also quasi Null-Spalt Verdichter und der Aufbau der Axiallagerung hat sich auch in der letzten Revision nicht geändert.
Zusätzlich gab es dann auch noch einige Lader die ab Werk schlecht gewuchtet waren, so sagt man.
Ich denke eher das die Umwuchten durch "gerade noch mal gutgegangen" Berührungen des Verdichterrades im Gehäuse und damit einer Verdrehung des Verdichterades gegenüber der Turbinenwelle entstanden sind.
Solange an der Grundkonstruktion nichts geändert wird, könnt Ihr euch jede Revision in die Haare schmieren
Eine wirklich dauerhaltbare Lösung ist auf Basis des Serienladers nicht machbar, es fehlt der Platz im Lagergehäuse für eine ordentliche Lagerung die die entsprechenden Schubkräfte aufnehmen kann.
Was die Umbauten aber schon mal besser macht ist, das dieser Kunststoffeinsatz entfällt und man mehr Spaltmaß geben kann, dadurch wird schon mal verhindert das das Rad bei voller Drehzahl in das Gehäuse frisst und die Welle abreißt.
Es gibt noch 2, 3 Schwachpunkte, aber ich will ehrlich gesagt nicht alles auf dem Silbertablett servieren.
Auf Basis des Serienladers würde ich allerdings keinen Upgrade bauen/anbieten - gibt ja auch von Ladern von den "großen" Upgrade Firmen immer wieder mal über Schäden zu lesen - soll heißen: Wenn eindeutig erkennbar ist, das alle Gehäuse/Grundkomponenten vom Serienlader abstammen, hätte ich persönlich Bauchweh den Lader zu verbauen.
Tipp für Geneigte Optimaler Upgrade Lader LM500 Rev. 2 oder HGP.