Beiträge von Paramedic_LU

    27.01.2009
    Kfz-Steuerreform

    ACE sieht Unsinn gestoppt

    Stuttgart (ACE) 27. Januar 2009 - Der ACE Auto Club Europa hat die Einigung im Streit um eine Reform der Kfz-Steuer als "vertretbaren Kompromiss" bezeichnet.
    Immerhin sei jetzt der Einstieg in eine notwendige Ökologisierung der Autosteuer gelungen und Verbraucher verfügten über eine tragfähige Orientierung beim Autokauf. "Für fette Autos gibt es keine magere Steuer", sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner am Dienstag in Stuttgart. Damit sei der schlimmste Unsinn unterbunden worden, der vorsah, Luxuslimousinen steuerlich zu bevorzugen. "Uns hätte ein reinrassiges CO2-Steuermodell ohne Hubraum als zusätzliche Bemessungsgrundlage besser gefallen", fügte der ACE-Sprecher hinzu. Die von US-Präsident Obama eingeleitete neue Umweltpolitik sei ein deutlicher Fingerzeig, wohin die Reise führe. "Danach ist Standort- und Beschäftigungssicherung im globalen Wettbewerb der Automobilbranche am erfolgreichsten dort, wo die ökologische Modernisierung der Fahrzeuge am energischsten vorangetrieben wird". In diesen Dienst solle sich auch die Steuerpolitik stellen, verlangte der ACE-Sprecher.

    Quelle: ACE Pressedienst

    Danke :)

    Aber Chris1985 gebürt genauso der Dank.
    Wir arbeiten da zusammen an der Thematik. :)
    Ich bin gespannt was wir noch ermitteln.

    Ich vergass übrigens zu erwähnen, dass ich wenn es klappt eine Öanalyse gemacht bekomme, von Longlife-Ö welches das volle Intervall im Motor war. Es wird intressant bleiben.
    Noch ist nicht alles gefunden und bewiesen, das Thema ist sehr komplex.
    Ein Glück ist Winter, da hab ich Abends Zeit :D

    Es kamen gestern noch weitere Erkenntnisse dazu, die immer mehr Licht ins Dunkle bringen.
    Dem Fachmann vom Motorenprüfstand zeigte ich die gerissene Kette und die Öpumpe.

    Im ersten Moment erschrak er, den solche Schadensbilder kannte er von den Prüfständen her nicht. Auch aus der Vergangenheit gab es so krasse Sachen eher nicht.
    Doch der Reihe nach.

    Beim Bruchbild kamen wir beide überein.
    Es muss ein Gewaltbruch sein, in Verbindung mit einer falschen Wärmebehandlung der Laschen. Daufür spricht das ganz feinkörnige Gefüge der Bruchstelle.
    Näheres werden die Metallografen nächste Woche in Erfahrung bringen.
    Eine Untersuchung mit dem Rasterelektronenmikroskop verschieben wir, da hierzu die Kette zerteilt werden muß und unter Vakuum mit Gold bedampft werden muss. Die Kette wird aber in jetzigem Zustand noch gebraucht. Danach kommt am Ende die REM-Analyse.

    Thema ROST an der Kette:
    Wie kommt der da hin? Wo es doch behandelter Stahl ist und die Teile ständig unter Öfilm stehen? Hier kommt die weitere unbekannte ins Spiel. Die Blowby-Flüßigkeit. Eine extrem aggressive Flüssigkeit die sich in Motoren bildet und sammelt.
    Besonders in der Kaltstartphase. Benzinreste welche in den Ökreislauf kommen während des Kaltlaufs, verbinden sich mit nicht vollständig verbrannten Bestandteilen und Gasen zu dem Kondensat Blowby. Es bildet sich umso mehr, je öfter der Motor Kaltlaufphasen hat, und auf Kurzstrecken bewegt wird.
    Das ganze bildet mit dem Ö ein Gemisch.
    Bildlich nehme man Straciatella-Eis. Das Vanille-Eis ist das Motoröl. Die Schokostreusel die Blowby-Blasen die im Ö gelöst sind.
    Die Kettenglieder sind aus besonderem Stahl, wärmebehandelt, teils oberflächennitriert. Diese Behandlung bildet eine natürliche Schicht. Beim Alu ist das die Eloxalschicht. Beim Kupfer die Patina. Zum Verständnis.
    Ist diese Schicht verletzt, bsp wenn man mit dem Nagel drüberratzt, so ist die Ratzspur anfällig für Korrosion. Weil die Schutzschicht verletzt ist.
    Bei den Laschen kann das durch das Stempeln der Laschen mit dem Sachs-Logo passieren. Wenn hier die Scharfe Kante des gehärteten Stempels die Schicht verletzt. Bei der anschliessenden Wärmebehandlung verschärft sich diese Anfälligkeit nach.
    Dreht die Kette nun im „Straciatella“ so treffen immer wieder Schokostreusel auf diese verletzte Stellen und greifen sie an.
    So kann Rost entstehen und einen Angriff ins Gefüge vornehmen, was Rißbildung zur Folge hat. Durch diese Kerbe entsteht durch die schwellende Belastung ein Dauerriß welcher in einem Gewaltbruch endet. Irgendwann hält der Restquerschnitt der Belastung nicht stand.

    BMW scheidet übrigens das Blowby bei den M-52 LEV-Motoren mittels Önebelabscheider aus. Audi natürlich nicht.

    Fährt man den Motor extrem heiss, so verflüchtigt sich Blowby und wird teils über die Kurbelgehäuseentlüftung fast vollständig mit dem angesaugten Gemisch verbrannt.
    In diesem Zustand hat es dennoch die Fähigkeit Rußteilchen im Ö mitzulösen und mit einzusaugen. Dies erkennt man dann in Form von Ablagerungen im Innern des Zylinders und den Ventilen. Also je weniger Ruß im Ö desto besser für alles.
    Bei Kaltstarts und Kurzstrecken sammelt sich immer mehr Blowby, und verdünnt das Ö noch. Ähnlich einem Lösemittel. Blowby kann man riechen. Es riecht streng nach Benzin/Lösemittel. Hat man den Geruch wenn der Ödeckel entfernt wird, hat man Blowby im Ö. Normal darf es nicht so streng riechen.
    Blowby kann man testen, in dem man 1 Tropfen Frischöl auf ein Tempotuch tropft. Und die gleiche Menge Ö vom Östab. Ist Blowby drin, wird der Fleck größer. Und das Ö vom Östab ist etwas dünner und nicht so zäh wie das Frischöl.

    Die Kette riß im kalten Motorlauf und Umgebungstemperatur war auch kühl sagte Chris. Zudem wurde der Motor überwiegend im Kurzstreckenbetrieb bewegt, einfache Fahrt ca 12km. Auch war das erste Ö im Longlife-Intervall drin.

    Sehr verdächtig....

    Warum ist die Kette so gelängt und ausgeschlagen?
    Nimmt man die Laufschiene von Zipfeklatscher, sieht man die tiefen Spuren. Das Material ist ein PA66 mit ca 30% Glasfaseranteil. Diese liegen bei Spritzgußteilen im Innern. Aussen bildet sich die Spritzhaut.Wird diese verletzt treten die Fasern aus und gelangen ins Ö. Dort verrichten sie ihr schädliches Werk. Sie zermalen wie ein Fluß mit Wasser-Sandgemisch, alles was sich bewegt. Das heisst die Kettenteile werden immer dünner.
    Nimmt das Paßmass eines Kettengliedes um nur 0,001mm ab, so addiert sich das Maß mit der Anzahl der Gesamt Kettenglieder einer Kette. Das ist die Abrasive Längung. Hinzu kommt die natürliche Längung der Kette durch die Druckbeaufschlagung des Kettenspanners. Drückt er zu hoch, können sich die Verformungen der Kettenteile us dem elastischen Bereich heraus verlagern in den plastischen Teil. Das heisst nach Druckabnahme erfolgt keine 100%ige Rückstellung auf das Ausgangsmaß. Man hat bleibende Verformung.
    So addiert sich eins um das andere.

    Wie kommt der hohe Druck?
    Chris sagte der Bolzen verklemmt, so kommt es zu Überdruck. Hier spielen gelöste Glasfaser, Blowby und harte Ökohle ihr Spiel. Sie rauen durch Abtrag den glatten Bolzen auf. Es entstehen quasi Berge und Täler. In einem Tal kann sich Kohle anlagern, vorstehen und im Laufe der Zeit den Bolzen zum Verklemmen bringen.

    So lichtet sich nach um Nach das Geheimnis.
    Schuld immer: LONGLIFE + schlechtes Ö

    Was wird nun getan?
    Kette:
    - Mikroskopische Untersuchung der Bruchfläche
    - Mikrohärte der Kettenteile
    - Werkstoffanalyse
    - Am Ende Untersuchung mit dem REM
    - Rißprüfung auf Beschädigungen der Laschen und Bolzen
    - -Röntgenprüfung auf Einschlüsse in den Laschen

    Was sollte man beim Betrieb des VR6 3.2L-Motor nun beachten
    - Kurzstrecken und Kaltstarts vermeiden
    - Motor immer heiss fahren um Blowby zu verbrennen
    - Kurze Öwechsel mit gutem Ö
    - Ö auf Blowby testen
    - Motor schonend warmfahren, nie kalt hochziehen

    Zu dem Thema Laufschiene aus PA66 und der Schädigung und Auswaschung der Glasfasern schreibe ich gesondert was. Das hat mit Spannungsrißbildung zu tun.

    Chris1985 wird in kürze seine Thematik noch vervollständigen.
    Das hier waren nur Fakten die sich gestern ergaben.

    Wie schon erwähnt, wurde ich von Audi Ingolstadt angerufen. Betreffend meiner Email was den Entfall des Schaltgetriebes betrifft.
    Es läuft auf das hinaus was mein Bekannter schon vermutete. Audi sieht in der S-Tronic derzeit mehr Vorteile, was die Verbrauchs und CO2-Bilanz angeht. Zudem störte es viele Handschaltfahrer was die Thematik Schaltung vom 1.sten in 2.ten Gang angeht.
    Es tut ihm leid mir nicht helfen zu können. Eventuell könne ich ja auf den 3.2 im A4 zurückgreifen beim Kauf. Bei diesem Satz ging mir schon mal fast die Galle hoch, nicht nur dass man beim A3 3.2 genötigt wird für fast 2500 Euro was zu kaufen was man nicht will, nein man soll stattdessen auf das größere und noch teurere Modell im A4 mit Handschalter ausweichen.
    Nun ja, dies war der Auslöser mit dem Kundenbetreuer in die Technik zu verfallen. Ich muss sagen, dass er fachlich sehr gut bewandelt war. Kein Kaufmann...hehe. Und selbst Handschalt-Liebhaber.
    Fakt ist was den A3 betrifft, nach Übersee gehen nur S-Tronic-Fahrzeuge. Auf dem deutschen Markt werden 2/3 mit S-Tronic geordert. Was unsere interne A3Q-Umfrage bestätigt. Da ist es auch 1/3 zu 2/3.
    Er gab aber die Hoffnung, dass sich das ändern könnte. Auch er geht davon aus , dass noch weitere „Beschwerden“ kommen. Ich wäre auch nicht der erste gewesen. Und in diesem Verlauf ist es möglich wenn sich noch mehr melden, dass ab dem Modelljahreswechsel oder früher der Handschalter wieder lieferbar ist.

    Also wer Handschaltliebhaber ist, schreibe bitte an Kundenbetreuung@audi.de
    Damit die Bescheid wissen, dass hier Bedarf ist.
    Insgesamt dauerte das Gespräch gute 20 Minuten. Er gab mir auch für weitere Rückfragen seine Durchwahl. Alles in allem ein gutes Gespräch, wenn auch derzeit negativ, da es nur DSG gibt. Hoffen wir mal dass was draus wird.

    Hallo,
    das ist ja ein stärkes stück :-o

    Also mir ist kein Fall beim A3 bekannt wo die gerissen ist.
    Die gerissene von Chris1985 stammt aus nem R32.
    Fahren kannst du noch, ich würd es nur nicht übertreiben und zu lange damit fahren. Immer gut warmfahren, möglichst Hohe drehzahlen vermeiden. Ich fuhr fast 1 Jahr rasselnd durch die Gegend. So lange solltest du das nicht machen.
    So eine Längung kommt nicht von heut auf Morgen. Somit kann sich die werkstatt nicht rausreden dass damals nichts war.
    Es ist bekannt, dass das Auslesen NULL bringt.
    Die sensoren streuen zu stark.
    Gewißheit und Sicherheit bringt nur die manuelle Sichtprüfung. Sonst nichts.
    Lass dies durchführen. Die Garantie sollte greifen und 100% zahlen bei Deinen Kilometern.
    Welchen Motorbuchstabe hast Du?
    BMJ oder BUB?

    Die Kosten kommen hin.

    Langsam verlier ich den Überblick von wem was war 8-| :-o

    Hier gab es im Thread, oder ich bekam sie per mail, Bilder von einem defekten Zylinderkopf, in dem die Ventile zu sehen waren. Und zwar so, dass man aus Richtung Brennraum auf den Ventilboden schaute.

    Von WEM waren die Bilder?

    Ich müßte folgendes wissen:

    - Wann kam der Schaden (gerissene Kette?)? In kaltem oder warmem Betriebszustand?
    - Wie war die Außentemperatur?
    - Welcher Kraftstoff wurde mehrheitlich getankt? 95/98/100? Und welche Marke? Aral, shell, Total etc. oder Billigheimer?

    Antwort bis 19 Uhr wäre gut, da ich um 18:30 Uhr einen Termin habe beim Techniker des Motorenprüfstandes.
    Werde auch die Kette und Pumpe mitnehmen Chris1985

    Bin gespannt......

    Er rief mich gerade an, da er die oben erwähnten Bilder per Email gerade bekam und war sehr erschrocken über das Aussehen im Inneren. Genaueres konnte er wegen Zeitmangels nicht sagen. Darum treffe ich mich später mit ihm.